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Iran‑Krieg: Trump tut es schon wieder – darum drehen die Kurse auf

Iran‑Krieg: Trump tut es schon wieder – darum drehen die Kurse auf
Foto: Midjourney/BMAG_KI
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Jan-Paul Fóri Heute, 14:15 Jan-Paul Fóri

Der Krieg im Nahen Osten tobt weiterhin. Doch Donald Trump gibt sich zuversichtlich. Auf seinem Netzwerk Truth Social teilte der US-Präsident mit, dass die USA nun „ernsthafte Gespräche mit einem neuen und vernünftigeren Regime“ führen würden, um den Krieg zu beenden. An den Märkten drehen die Indizes daher deutlich auf. Doch es gibt bereits ein neues Angriffsziel.

Die Börsen reagieren gewohnt sensibel auf Nachrichten aus dem Oval Office. Dass Trump von einem „vernünftigeren Regime“ spricht, nährt an der Wall Street und an der Frankfurter Börse die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung oder einen schnellen Machtwechsel in Teheran. 

Der DAX kletterte am Nachmittag um 0,3 Prozent auf 22.374 Punkte. Die Anleger greifen vorsichtig zu, getrieben von der Aussicht auf ein Ende der Kampfhandlungen in der strategisch wichtigen Golfregion. Doch die Realität am Boden bleibt blutig: In der fünften Kriegswoche greifen die USA und Israel weiterhin massiv Ziele in Teheran an. Trump selbst sprach von einem „großen Tag“ und der Zerstörung „lang verfolgter Ziele“.

DAX (WKN: 846900)

Hinter den Kulissen scheint Trump jedoch bereits den nächsten riskanten Spielzug vorzubereiten. Laut einem Bericht des Wall Street Journal erwägt das Weiße Haus den Einsatz von Bodentruppen. Das Ziel: Die Bergung von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran (60 Prozent Reinheitsgrad), das tief in unterirdischen Tunneln in Isfahan und Natans lagern soll.

Für Anleger ist dies ein zweischneidiges Schwert. Einerseits würde die Sicherstellung des Materials das atomare Risiko eliminieren – ein Kernziel von Trumps Außenpolitik. Andererseits droht bei einem Bodeneinsatz eine weitere massive Eskalation. Das Pentagon hat bereits 10.000 Soldaten in Alarmbereitschaft versetzt. Eine Entscheidung steht noch aus, doch Trump zeigt sich weiter „grundsätzlich offen“ für diesen Schritt.

Ölpreis als Barometer der Angst

Während die Aktienmärkte leicht ins Plus drehen, bleibt die Lage am Energiemarkt angespannt. Der Preis für die Nordseesorte Brent verharrt bei 115,55 Dollar – ein Plus von fast 60 Prozent seit Kriegsbeginn. Der Iran hält die Straße von Hormus faktisch geschlossen, was den globalen Öl- und Gastransport massiv behindert.

Trump spielt hier auf Sieg: „Am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen“, tönte er gegenüber der Financial Times. Die strategisch wichtige Insel Charg, über die 90 Prozent der iranischen Exporte laufen, steht ganz oben auf der Liste potenzieller Ziele. Sollte der Iran nicht bis zum 7. April (2:00 Uhr MESZ) ein Abkommen akzeptieren, droht Trump mit der totalen Vernichtung der iranischen Energieinfrastruktur.

Israel weitet Front aus

Parallel dazu verschärft Israel den Druck im Norden. Ministerpräsident Netanjahu ordnete eine Ausweitung des Sicherheitsstreifens im Südlibanon an, um die Hisbollah zurückzudrängen. Die Gefahr eines regionalen Flächenbrands bleibt also akut, zumal auch wiederholt UN-Blauhelmsoldaten zwischen die Fronten geraten.

Nächstes US-Ziel: Kuba?

Überraschend pragmatisch zeigt sich Trump hingegen an einer anderen Front: Trotz Ölembargos darf der russische Tanker "Anatoli Kolodkin" Kuba anlaufen. „Die Leute brauchen Heizung und Kühlung“, so Trump. Es scheint, als wolle der US-Präsident Kapazitäten für den Hauptkonflikt im Iran bündeln. Gleichwohl kann sich Kuba nicht in Sicherheit wiegen: Kuba sei „als nächstes dran“, hatte Trump noch am Wochenende getönt und dabei auf Militär-Erfolge in Venezuela verwiesen. 

Dabei befindet sich Kuba seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise und verlor mit Venezuela jüngst seinen wichtigsten Öllieferanten. Trump sagte kürzlich: „Kuba ist am Ende.“

Die Kurse drehen wieder ins Plus, doch die Volatilität bleibt hoch. Ein Post von Trump und die Indizes könnten wieder abdriften. In diesem stürmischen Umfeld setzen Anleger auf diese krisenfesten Unternehmen und Gold. Welche fünf Verlierer jetzt mit Rebound-Chancen aufwarten erfahren Sie derweil in der aktuellen Ausgabe. Diese finden Sie hier

DER AKTIONÄR 14/2026
Quelle: Börsenmedien AG

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