Der Iran-Krieg hat die Märkte weiter fest im Griff: Während das US-Militär massive Erfolge erzielt haben will und Israel einen wichtigen Schlag gegen die Marineführung Irans gemeldet hat, müssen DAX und Co erneut Federn lassen. Doch damit nicht genug: US-Präsident Donald Trump heizt den Konflikt weiter an.
Konkret verkündete Israel, im Rahmen einer nächtlichen Operation einen der wichtigsten militärischen Köpfe Irans ausgeschaltet zu haben: Alireza Tangsiri, den Chef der Marine der iranischen Revolutionsgarden. Tangsiri galt als Architekt der iranischen Strategie zur Blockade der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Transportrouten für den globalen Ölhandel. Gemeinsam mit weiteren hochrangigen Marinevertretern soll er bei einem gezielten Luftangriff ums Leben gekommen sein. Eine offizielle Bestätigung aus Teheran steht bislang aus.
US-Militär meldet: 92 Prozent der iranischen Marine zerstört
Parallel dazu erklärte Brad Cooper, der Chef des Regionalkommandos CENTCOM, die US-Streitkräfte hätten bereits mehr als 10.000 Ziele im Iran angegriffen. Demnach seien 92 Prozent der größten iranischen Kriegsschiffe zerstört worden. „Damit haben sie die Fähigkeit verloren, nennenswerte maritime Macht auszuüben“, so Cooper. Zudem seien zwei Drittel der iranischen Munitionsfabriken nach US-Angaben außer Gefecht gesetzt worden.
Trump setzt den Iran unter Druck
US-Präsident Donald Trump nutzt indes seine Plattform Truth Social, um den Druck sowohl auf den Feind als auch auf die eigenen Verbündeten zu erhöhen. In gewohnt scharfem Ton kritisierte er die Führung des Irans. Während Teheran öffentlich Gelassenheit heuchelt, sieht die Realität hinter verschlossenen Türen offenbar anders aus. „Die iranischen Verhandler flehen uns an, einen Deal abzuschließen“, schrieb Trump. Sein Ultimatum ist deutlich: Der Iran müsse „ernst machen“, bevor es zu spät sei. Sobald die nächste Stufe der Eskalation gezündet werde, gebe es „kein Zurück“, und diese „wird nicht schön“.
Diplomatische Hintertüren: Der 15-Punkte-Plan
Trotz der heftigen Kämpfe gibt es einen diplomatischen Lichtblick. Pakistans Außenminister Ishaq Dar bestätigte, dass sein Land als Vermittler zwischen Washington und Teheran fungiert. Über diesen „Hinterkanal“ haben die USA dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt. Auch die Türkei und Ägypten sind in die diplomatischen Bemühungen eingebunden. Teheran reagierte Berichten zufolge jedoch ablehnend auf den Vorschlag und betont weiterhin öffentlich, keine Verhandlungen mit den USA zu führen.
Der Iran-Krieg belastet die Börse weiterhin: Der DAX notiert im Nachmittag rund 1,7 Prozent schwächer und auch die Wall Street dürfte mit einem Abschlag in den Handelstag starten. DER AKTIONÄR bleibt am Ball und wird zeitnah über die weitere Entwicklung im Nahost-Konflikt berichten.
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