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Hermès: Aktie bricht ein

Hermès: Aktie bricht ein
Foto: ChatGPT / Sora
Hermes International -%
Sarina Rosenbusch 15.04.2026, 09:32 Sarina Rosenbusch

Schock bei Hermès: Der Luxuskonzern hat die ohnehin niedrigen Erwartungen der Analysten im ersten Quartal klar verfehlt. Die Belastungen durch den Iran-Konflikt spiegeln sich nun deutlich in den Zahlen wider. Die Aktie bricht am Vormittag zweistellig ein. 

Im ersten Quartal fiel der Umsatz um 1,4 Prozent auf rund 4,1 Milliarden Euro. Währungsbereinigt konnte Hermès ein Plus von 5,6 Prozent verbuchen, Analysten hatten jedoch ein Wachstum von 7,1 Prozent erwartet.

In Frankreich gingen die Erlöse um 2,8 Prozent zurück. Im Nahen Osten verzeichnete der Konzern ein Minus von sechs Prozent. Schuld war die Eskalation im Nahen Osten: Der Iran-Krieg beeinträchtigte die Konsumausgaben sowohl im Nahen Osten als auch in Europa. Weniger Touristen besuchten Paris oder London und kauften Designerartikel. 2025 war der Nahe Osten noch die am schnellsten wachsende Region von Hermès, auch wenn sie nur rund vier Prozent zum Umsatz beiträgt.

„Wir hatten ein sehr gutes Wachstum, ein zweistelliges Wachstum im Januar und Februar, und dann kam im März ein abrupter Stillstand“, sagte Finanzvorstand Eric du Halgouet. Die Umsätze in Luxus-Einkaufszentren in Dubai und anderen Einkaufszentren am Golf seien im März um 40 Prozent zurückgegangen.

Wachstum in den USA

In der wichtigsten Absatzregion Asien (ohne Japan) fiel das Wachstum mit etwas mehr als zwei Prozent deutlich schwächer aus als prognostiziert. Lichtblick war nur die USA mit einem Anstieg der Erlöse um 17 Prozent.

Während das Uhrensegment um vier Prozent nachgab und das Geschäft mit Parfüm- und Kosmetikprodukten stagnierte, zeigte sich die Sparte Lederwaren mit einem Umsatzplus von neun Prozent vergleichsweise robust.

Hermès (WKN: 886670)

Nachdem bereits LVMH und Kering mit ihren Ergebnissen enttäuschten, setzt heute Hermès die gesamte Branche unter Druck. Aufgrund der volatilen Lage im Sektor und den geopolitischen Spannungen drängt sich derzeit kein Einstieg bei den High-End-Playern auf.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Hermès.

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