Johnson & Johnson hat mit seinem Wirkstoffkandidaten Nipocalimab einen wichtigen Erfolg in der Entwicklung neuer Therapien gegen systemischen Lupus erythematodes (SLE) erzielt. Wie der US-Gesundheitskonzern mitteilte, erreichte das Medikament in einer Phase-2-Studie bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Erkrankung den primären Endpunkt. Nach 24 Wochen zeigte sich eine deutliche Verringerung der Krankheitsaktivität.
Besonders bemerkenswert: Die positiven Effekte hielten nicht nur über den maßgeblichen Bewertungszeitraum an, sondern blieben auch bis Woche 52 bestehen. Die stärksten Ergebnisse wurden in der mit 15 mg/kg dosierten Behandlungsgruppe beobachtet.
Darüber hinaus schnitt Nipocalimab bei Patienten mit Lupus-typischen Autoantikörpern besser ab als eine Kombination aus Placebo und Standardtherapie. Diese Patientengruppe macht rund 80 Prozent aller Menschen mit systemischem Lupus erythematodes aus.
SLE ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der fehlgeleitete Antikörper gesundes Gewebe angreifen. Die Erkrankung kann schwere Organschäden verursachen und gilt als stark belastend für Betroffene.
Auf Basis der ermutigenden Studiendaten treibt Johnson & Johnson die Entwicklung weiter voran. Derzeit läuft bereits eine Phase-3-Studie, für die weiterhin Patienten mit systemischem Lupus erythematodes rekrutiert werden.
Die Aktie von Johnson & Johnson hat positiv reagiert. Nach der jüngsten Verschnaufpause zieht das Papier nun wieder an. Am Donnerstag ging die Aktie mit einem Plus von 2,2 Prozent aus dem US-Handel. Wichtig wäre nun der Sprung über die 50-Tage-Linie. Gelingt dieser, wäre Luft bis in den Bereich der Jahreshöchststände bei 251,71 Dollar. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 170,00 Euro investiert. Zudem ist Johnson & Johnson ein verlässlicher Dividendenzahler. Aktuell beträgt die Rendite 2,4 Prozent.
Heute, 11:32