Schwache Lieferungen und steigende Lagerbestände stellen die Stimmung unter den Investoren bei Tesla derzeit auf eine harte Probe. Die Wall Street orientiert sich eher an den zukünftigen KI-Ambitionen inklusive Humanoider Roboter und Robotaxis als Katalysatoren für die weitere Entwicklung der Aktie. Positiv: Analyst Joseph Spak von der UBS strich seine Verkaufsempfehlung für die Aktie.
Die Aktie von Tesla legte am Dienstag deutlich zu. Hintergrund: UBS-Analyst Joseph Spak strich seiner Verkaufsempfehlung für das Papier des Elektroauto-Pioniers und hob die Aktie auf „Neutral“. Tesla würde sich derzeit auf einem „vernünftigeren Niveau“ befinden, das die kurzfristigen Nachfrageprobleme besser mit den langfristigen Chancen durch physische KI in Einklang bringe, so Analyst Spak in seinem Tesla-Update. Zudem verwies der Analyst auf mögliche Produktionsstarts des Cybercab und des Semi in begrenzten Stückzahlen sowie auf die Möglichkeit eines kleineren SUVs, der das Produktportfolio erweitern könnte. Im Bereich autonomes Fahren und Ride-Hailing erklärte Spak, dass die Erwartungen gestiegen seien, nachdem Tesla eine Ausweitung des Robotaxi-Angebots auf neun Städte bis Anfang 2026 angekündigt hatte.
„Wir erwarten jedoch letztendlich Fortschritte bei Robotaxi und Optimus und betrachten Tesla weiterhin als führend im Bereich der physischen KI“, ergänzte Spak. Sein neues Kursziel liegt bei 352 Dollar.
Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich zunehmend auf Teslas Strategie für Künstliche Intelligenz. Das Unternehmen steckt viel Geld in den Humanoiden Roboter Optimus, Robotaxis und KI-Anwendungen.
Elon Musk hat zudem angekündigt, dass Tesla und SpaceX gemeinsam zwei hochmoderne Chipfabriken in Austin (Texas) hochziehen wollen. Ziel ist es, den aktuell größten Engpass der KI-Strategie des Unternehmens zu lösen: die unzureichende Verfügbarkeit leistungsfähiger Chips.
Dabei soll eine der Fabriken Chips für Tesla-Fahrzeuge und den humanoiden Roboter Optimus produzieren. Die zweite Anlage ist auf KI-Rechenzentren im Weltraum ausgelegt. Laut Musk wird die aktuelle globale Chipproduktion künftig nicht ausreichen, um den Bedarf seiner Unternehmen zu decken. „Entweder wir bauen die Terafab, oder wir haben keine Chips“, sagte er.
Die Tesla-Story verlagert sich zunehmend vom klassischen Bau von Elektroautos hin zu Humanoiden Robotern und Robotaxis. Neu ist die Idee einer eigenen Chip-Fabrik. Investoren werden sich in Zukunft die Frage stellen, ob sie eher in Tesla oder SpaceX investieren wollen. Was Tesla betrifft, so ist das Papier mit hohen Bewertungsmultiplen „ausgestattet“. Charttechnisch sich das Papier zuletzt wieder stabilisiert. Die Unterstützungszone zwischen 330 und 337 Dollar hat gehalten. Das Chartbild hellt sich weiter auf, sobald die Aktie den kurzfristigen Abwärtstrend überwindet, der bei rund 378 Dollar verläuft.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
Heute, 15:34