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09.11.2021 Thomas Bergmann

Nächster Deal: Allianz wird Teil eines Unicorns

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Der Versicherungsmakler Clark erwirbt die Finanzen Group von Allianz X, dem Arm des Münchner Versicherers für Digitalinvestments. Im Gegenzug wird Allianz X größter Minderheitsgesellschafter am Frankfurter Start-up, das jetzt mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet wird. Die Anleger werden aber eher auf die Quartalsbilanz der Allianz schauen, die am Mittwoch vorgelegt wird.

Wie Clark am Mittwoch mitteilt, erhält Allianz X neben den Aktien auch einen Kaufpreis in bar. Über die Höhe der Zahlung wurde aber Stillschweigen vereinbart. Das Geld dafür hätten bestehende Clark-Investoren wie White Star Capital, Tencent und Yabeo sowie neue Investoren gestellt.

Die Frankfurter Firma mit gut 350 Beschäftigten berät Verbraucher bei der Auswahl der besten Versicherung und zählt zu den wichtigsten Versicherungs-Start-ups hierzulande. Über Clark können Nutzer ihre Versicherungen digital verwalten und vergleichen. Das Start-up betreut nach eigenen Angaben über 450.000 Kunden in Deutschland und Österreich und arbeitet mit mehr als 160 Versicherern zusammen. Mit der Übernahme der Finanzen Group werde Clark nun mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet, erklärten die Frankfurter.

Die Finanzen Group steht hinter dem Portal finanzen.de, auf dem sich Kunden über Versicherungen, Vorsorgeprodukte und Geldanlagen informieren und sich von Experten beraten lassen können. Mit der Übernahme des Marktplatzes könne man nun die gesamte Wertschöpfungskette abdecken, so Clark: Vom ersten Kaufinteresse über die Informationssuche bis zur Auswahl des richtigen Tarifs.

Zudem komme Clark im Zuge der Übernahme der Finanzen Group, die in fünf Ländern Europas aktiv ist, seinen Expansionszielen näher. Clark wolle der größte Versicherungsmakler Europas werden und in naher Zukunft in weitere europäische Märkte vordringen, sagte Vorstandschef Christopher Oster.

Allianz (WKN: 840400)

Allianz X hat nach eigenen Angaben in nur wenigen Jahren ein Portfolio mit Assets under Management von über zwei Milliarden Euro und mehr als 25 Unternehmen aufgebaut. Bisher habe man acht Einhörner (Unicorns) zu seinem Portfolio gezählt. Wichtiger aus Anlegersicht sind aber die Quartalszahlen, die am Mittwochmorgen um 7:00 Uhr veröffentlicht werden. 

Die Allianz-Aktie hat sich von dem Kursrutsch zwischen Juni und September wieder einigermaßen erholt, anders als der Gesamtmarkt aber keine neuen Höhen erreicht. DER AKTIONÄR hält sich vor den Zahlen weiter bedeckt und wird in der kommenden Print-Ausgabe ein neues Anlageurteil fällen.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.

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