Ihre Kaufchancen fürs zweite Halbjahr
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15.08.2019 Simon Seeser

Bitcoin: Blutbad am Kryptomarkt – was ist jetzt zu tun?

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Bitcoin

Nachdem der der Dow Jones am Mittwoch den größten Tagesverlust des Jahres hingelegt hat, schlägt auch der Bitcoin den Weg nach unten ein und machte in der Spitze über acht Prozent Verlust. Ripple, Ethereum und Litecoin haben aber noch stärker an Wert verloren.

Nachdem die Unterstützung bei 11.100 US-Dollar zumindest für eine fünf prozentige Gegenbewegung ausgereicht hat, ging es seitdem für den Bitcoin steil bergab. Die 10.100 Dollar konnte die größte Kryptowährung zwar für mehrere Stunden halten. In der Nacht auf Donnerstag rauschte er dann aber durch die psychologisch wichtige 10.000-Dollar-Marke. Auch am heutigen Tag setzt sich die Abwärtsbewegung fort, zeitweise notierte der Bitcoin sogar unter 9.500 Dollar.

Noch schlimmer traf es allerdings die anderen großen Kryptowährungen Ethereum und Ripple. Ethereum verlor gestern auf Tagesbasis mehr als 13 Prozent. Ripple fiel innerhalb von 15 Minuten um mehr als 15 Prozent, konnte seitdem aber schon wieder einiges zurückgewinnen. Auch der restliche Kryptomarkt musste hohe Verluste einstecken (siehe Bild unten).


Quelle: Coin360

Das Rezessionssignal aus dem US-Anleihemarkt dürfte den Bitcoin wohl kaum geholfen haben, denn Asset-Klassen mit hohem Risiko sind in einer Rezession eher unbeliebt. Woher der plötzliche Selloff beim Bitcoin aber genau kommt, lässt sich wie so oft nur spekulieren. Man sollte aber nicht vergessen, dass die Liquidität beim Bitcoin immer noch äußerst gering ist im Vergleich zu anderen Märkten oder Assets. 

Nach den globalen Unsicherheiten und der 35-prozentigen Rallye seit Ende Juli, kam die heftige Abwärtsbewegung anscheinend auch für viele Trader überraschend. Auf der Krypto-Börse BitMEX kam es laut Datamish allein in den letzten 48 Stunden zu 240 Millionen Dollar an Long-Liquidierungen.  


Quelle: Datamish

Charttechnisch angeschlagen

Das Chartbild der größten Kryptowährung wirkt kurzfristig nicht mehr so überzeugend wie noch vor wenigen Tagen. Nachdem der Bitcoin nun in den letzten 72 Stunden über 17 Prozent an Wert verloren hat, kann zwar davon ausgegangen werden, dass es einen Rebound bis 10.000 beziehungsweise 10.400 Dollar geben kann. Eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung ist aber ebenfalls möglich.



Die letzten Tage zeigen einmal mehr, wie volatil der Bitcoin ist und wie brutal seine Kursausschläge sein können. Nichtsdestotrotz ist der Bitcoin seit Jahresbeginn noch immer über 150 Prozent im Plus. DER AKTIONÄR ist langfristig weiterhin bullish und empfiehlt risikofreudigen Anlegern, einen kleinen Teil im Portfolio zu halten.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Autor Simon Seeser hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

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