Die Gespräche zwischen der Ukraine, den USA und Russland sind am Samstag in Abu Dhabi ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. Zwar sollen die Verhandlungen in dieser Woche weiter gehen, doch auch der Krieg tobt ununterbrochen. Auch dank dieser Selenskji-Forderung bleiben Rheinmetall, CSG und Co daher aussichtsreich.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Gespräche in Abu Dhabi zwar als als „konstruktiv“, konkrete Fortschritte oder gar ein Waffenstillstand seien jedoch noch nicht in Sicht. Stattdessen wurden lediglich „verschiedene Parameter“ zur Beendigung des Krieges diskutiert. Knackpunkt der Gespräche ist laut Medienberichten ein Rückzug der Ukraine aus dem Donbass. Selenskyj lehnt dies jedoch kategorisch ab.
Russland greift weiter an
Doch auch während der Verhandlungen ist der Krieg nicht verstummt – im Gegenteil: Russland feuerte in der vergangenen Woche nach Angaben von Präsident Selenskyj mehr als 1.700 Angriffsdrohnen, über 1.380 Lenkbomben und 69 Raketen ab. Wie bereits so oft zuvor richteten sich die Angriffe vor allem gegen die zivile Infrastruktur. Infolge beschädigter Kraftwerke und Stromnetze waren zuletzt Hunderttausende Menschen ohne Strom und Wärme.
Ukrainische Drohnenangriffe trafen zuletzt dagegen Ziele in der südrussischen Region Krasnodar, wo Brände in zwei Betrieben gemeldet wurden – mutmaßlich auch im Umfeld der Energieinfrastruktur.
Erneute Munitionsforderung
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Luftangriffe fordert Selenskyj von den westlichen Verbündeten noch mehr Unterstützung. „Jeden Tag werden Raketen für die Luftverteidigung benötigt“, sagte er in Litauen. Dort nahm der ukrainische Präsident an Veranstaltungen anlässlich des 163. Jahrestags eines Aufstands gegen das Russische Reich teil.
Wichtiges Dokument unterschriftsreif
Gleichzeitig soll auch ein Dokument über Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine laut Selenskyj unterschriftsreif sein. „Für uns sind Sicherheitsgarantien in erster Linie Garantien der Vereinigten Staaten“, sagte Selenskyj am Sonntag in der litauischen Hauptstadt Vilnius bei einem Treffen mit Präsident Gitanas Nauseda. Zudem fügte er hinzu: „Das Dokument ist zu 100 Prozent fertig, und wir warten darauf, dass unsere Partner den Termin und den Ort für die Unterzeichnung bestätigen.“ Danach komme das Dokument zur Ratifizierung in den US-Kongress und das ukrainische Parlament.
Auch wenn Rheinmetall, die CSG-Aktie und der jüngste Rüstungshotstock des AKTIONÄR zum Wochenauftakt etwas schwächeln, bleiben die Aussichten im Rüstungssektor stark. Anleger lassen die Gewinne laufen.
Heute, 10:53