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Airbus: Darum fällt die Aktie

Airbus: Darum fällt die Aktie
Foto: Martin Bertrand/Hans Lucas/picture alliance/dpa
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Lukas Meyer Heute, 11:56 Lukas Meyer

Airbus rutscht zum Wochenstart ans DAX-Ende. Ein internes Schreiben von CEO Guillaume Faury warnt vor geopolitischen Risiken und Schäden aus Handelskonflikten. Zudem droht Konkurrenz um ein milliardenschweres Bundeswehrprojekt. Wie ernst ist der Rücksetzer wirklich?

Die Airbus-Aktie ist am Montag unter Druck geraten und war mit einem Minus von 1,5 Prozent schwächster Wert im DAX. Damit fiel das Papier nach dem starken Jahresauftakt wieder zurück an die 50-Tage-Linie, welche aktuell bei rund 203 Euro verläuft.

Auslöser der Bewegung ist kein operatives Problem, sondern ein interner Brief aus der Konzernzentrale. Reuters zitiert aus einem Schreiben von Konzernchef Guillaume Faury an die Belegschaft. Darin heißt es, der Beginn des Jahres 2026 sei geprägt von einer beispiellosen Anzahl an Krisen sowie beunruhigenden geopolitischen Entwicklungen. Zudem hätten Handelskonflikte im vergangenen Jahr erhebliche logistische und finanzielle Schäden verursacht.

Konkret verweist Faury auf Belastungen durch den Protektionismus der USA und die Spannungen zwischen Washington und Peking. Airbus ist auf komplexe, grenzüberschreitende Lieferketten angewiesen. Auch Flugzeuge, die in China endmontiert werden, benötigen US-Komponenten. Vor diesem Hintergrund mahnt der Konzernchef zu Geschlossenheit und Eigenständigkeit.

Im Schreiben warnt Faury zwar vor Risiken, nennt aber auch positive Punkte. Faury gratuliert den weltweit rund 160.000 Mitarbeitern ausdrücklich zu guten Ergebnissen im Jahr 2025. Zahlen legt Airbus am 19. Februar vor. Die Sparte Defence and Space stehe nach einer tiefgreifenden Restrukturierung wieder deutlich stabiler da.

Auch das Hubschraubergeschäft entwickle sich konstant. Im zivilen Flugzeugbau verweist der Vorstand auf Fortschritte beim Kostensenkungsprogramm, mahnt nach dem größten Rückruf der Konzerngeschichte im November aber mehr Strenge bei Systemen und Produkten an.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält Airbus durch einen Bericht des Handelsblatts. Demnach treten Rheinmetall und der Bremer Satellitenhersteller OHB gemeinsam gegen Airbus um das bislang größte Satellitenprojekt der Bundeswehr an. Der Auftragswert könnte bis zu zehn Milliarden Euro erreichen. Airbus wird in dem Bericht als Teil des Bieterkreises genannt. Sollte der Zuschlag an Wettbewerber gehen, wäre das für den Gesamtkonzern verkraftbar, für die Sparte Defence and Space jedoch ein spürbarer Rückschlag mit Blick auf Auslastung und strategische Positionierung.

Airbus (WKN: 938914)

Airbus hat zuletzt von prall gefüllten Auftragsbüchern profitiert und an der Börse ein Rekordhoch erreicht. Eine Konsolidierung nach dem starken Lauf ist normal und gesund. Anleger, die der AKTIONÄR-Empfehlung im April gefolgt sind, liegen 50 Prozent im Plus und bleiben an Bord.

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Enthält Material von dpa-AFX

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