Mit dem Aktienkurs von Airbus ging es in den vergangenen Handelswochen immer weiter nach unten. Immerhin hat das Unternehmen heute nun ein Daten veröffentlicht, die Mut machen konnten und vom Markt vorerst gut aufgenommen wurden. So dreht der weltgrößte Flugzeughersteller bei den Auslieferungen kurz nach Jahresbeginn wie üblich etwas auf.
Im Februar fanden 35 neue Verkehrsflugzeuge den Weg zu den Kunden, wie der DAX-Konzern am Montagabend im französischen Toulouse mitteilte. Das waren zwar fast doppelt so viele wie die 19 Jets vom Januar. Um im Gesamtjahr auf die geplante Rekordzahl von 870 Maschinen zu kommen, müsste Airbus pro Monat im Schnitt jedoch 72,5 Flugzeuge ausliefern. Üblicherweise ziehen die Zahlen gegen Jahresende deutlich an.
In den vergangenen Jahren hatte Airbus mit herben Engpässen bei seinen Zulieferern zu kämpfen. Besonders die Triebwerkshersteller kamen mit der Produktion kaum hinterher. Im Februar gab Airbus-Chef Guillaume Faury vor allem dem US-amerikanischen Antriebsbauer Pratt & Whitney die Schuld daran, dass Airbus die Jetproduktion im laufenden Jahr nicht stärker hochfahren kann.
An Aufträgen fehlt es Airbus jedenfalls nicht. Zum Jahreswechsel saß der Konzern auf Bestellungen über 8.754 Verkehrsflugzeuge. Dies entsprach rechnerisch einer Auslastung von rund zehn Jahren. Im Februar sammelte der Konzern neue Bestellungen über 28 Maschinen ein und musste keine Stornierungen hinnehmen. Konkurrent Boeing will seine Februar-Zahlen an diesem Dienstag (10. März) veröffentlichen.
Die Aktie von Airbus verlor im frühen Handel am heutigen Montag erneut deutlich, rutschte dabei bis auf 166,58 Euro ab. Damit fielen die Anteilscheine des europäischen Flugzeugbauers unter den Stopp des AKTIONÄR bei 168,00 Euro und wurden mit einem Gewinn von 22 Prozent verkauft. Nun sollte zunächst von der Seitenlinie aus abgewartet werden, ob eine nachhaltige Kursstabilisierung oder eine Trendwende gelingt.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 19:26