Rote Laterne für Thyssenkrupp im MDAX. Die Aktie der Industrie-Ikone wird am Donnerstag mit einem Minus von rund zehn Prozent abgestraft und rutscht auf ein neues Jahrestief ab. Am Markt kommen Zweifel auf, ob ein Verkauf des Stahlgeschäfts von Thyssenkrupp an den indischen Vertreter Jindal Steel & Power über die Bühne gehen kann.
Mitte September 2025 war bekannt gemacht worden, dass entsprechende Verhandlungen laufen. Thyssenkrupp-Chef Miguel López hatte sich Ende Januar im Rahmen der Hauptversammlung bedeckt gehalten und lediglich von "konstruktivem Austausch" gesprochen. Ein Verkauf käme am Markt gut an. Im ersten Geschäftsquartal hat Thyssenkrupp vor allem aufgrund hoher Restrukturierungskosten für das Stahlgeschäft einen deutlich höheren Fehlbetrag als im Vorjahr verzeichnet. Die Stahl-Sparte ist seit geraumer Zeit das Sorgenkind des Industrieunternehmens.
Weiterer Interessent?
Indes berichtete vor rund einer Woche die Nachrichtenagentur Reuters, dass der US-Investmentfonds Flacks Group bereit wäre, ein Angebot für die Stahlsparte des deutschen Unternehmens Thyssenkrupp abzugeben, sollten die derzeitigen Bemühungen zum Verkauf dieser Sparte scheitern.
Klar ist: Die derzeitigen geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten sind alles andere als förderlich für den initiierten Verkaufsprozess. Durch den heutigen Kursrutsch von knapp zehn Prozent und dem Abrutschen auf ein neues Mehrmonatstief hat sich die charttechnische Verfassung des MDAX-Wertes ebenfalls massiv eingetrübt.
Die Zweifel an einen möglichen Deal für die Stahlsparte mit der indischen Jindal belasten die Thyssenkrupp-Aktie am Donnerstag massiv. Kein Wunder, wäre ein erfolgreicher Verkauf extrem wichtig für den Stahlhersteller. Indes mahnt das Chartbild zur Vorsicht: Anleger bleiben vorerst bei Thyssenkrupp an der Seitenlinie und warten klare Trendwendesignale ab.
Enthält Material von dpa-AFX
12.03.2026, 17:11