24.04.2020 Marion Schlegel

Sixt rutscht in die Verlustzone – was heißt das für die Aktie?

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Sixt

Der Autovermieter Sixt rechnet wegen der "erheblichen" Beeinträchtigung der Geschäfte durch die Corona-Pandemie im März mit einem Verlust im ersten Quartal. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) werde voraussichtlich bei minus fünf Millionen Euro liegen, teilte das Unternehmen am Freitagabend in Pullach mit. Im Vorjahr hatte es in diesem Zeitraum noch ein Plus von 40,1 Millionen Euro gegeben.

Der operative Konzernumsatz dürfte hingegen mit 484 Millionen Euro nur leicht unter dem Vorjahresniveau (503,1 Mio) liegen. Alle Zahlen verstehen sich der Mitteilung zufolge jeweils ohne Berücksichtigung des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs Leasing.

Das Unternehmen rechnet für das zweite Quartal "weiterhin mit einer sehr starken Beeinträchtigung des Geschäftsverlaufs". Für das zweite Halbjahr sei aber mit einer "sukzessiven Normalisierung der Nachfrage nach ihren Mobilitätsprodukten" zu rechnen. Sixt gehe weiterhin, ohne Berücksichtigung des positiven Effekts aus dem Verkauf der Beteiligung an der Sixt Leasing SE, von einem deutlich positiven, aber sehr stark unter dem Vorjahr liegenden Konzern-Ebt aus. Beim Konzernumsatz rechnet das Unternehmen ebenfalls, ohne Berücksichtigung des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs Leasing, mit einem starken Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Das gesamte Zahlenwerk will Sixt wie geplant am 13. Mai veröffentlichen.

Sixt (WKN: 723132)

Die Aktie von Sixt kann sich am heutigen Freitag allerdings nicht von ihrem bereits seit dem Handelsstart schwachen Tag nachhaltig erholen. Sie gehört zu den größten Verlierern des Tages im SDAX. Die mittel- und langfristigen Aussichten bleiben bei Sixt aber trotz des schwachen Jahresstarts unverändert gut. Die starke Aufstellung des Konzerns sollte sich auszahlen. DER AKTIONÄR setzt daher weiter darauf, dass Sixt die operative Kurve kriegt.

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(Mit Material von dpa-AFX)

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