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16.12.2019 Alicia Höfler

RWE: So kann es weitergehen!

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RWE

RWE gehört am Montag zu den größten Gewinnern im DAX. Gleich zwei positive Meldungen provozierten den Kursanstieg der RWE-Aktie. Zum einem erwägt die Stadt Dortmund, als größter kommunaler Einzelaktionär, weitere Aktien von dem Energieversorger zu kaufen. Zum anderen wirken sich die Neuerungen im deutschen Klimapaket positiv aus.

Aktienzukauf von dem größten Einzelaktionär geplant

Gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung betonte Ullrich Sierau, der Dortmunder Oberbürgermeister, sein wirtschaftliches Interesse. Der Konzern sei gestärkt und entwickele sich "fundamental weiter". RWE habe ein "riesiges Potential". Mit den Dividenden von RWE (aktuell 0,80 Euro je Aktie) soll das Defizit im schienengebunden ÖPNV gedeckt und somit die lokale Klimastrategie weiter vorangetrieben werden.

Auch die Stadt Essen hält an ihrer Beteiligung fest. Dagegen haben sich die Städte Bochum und Düsseldorf dazu entschieden ihre Anteile am Energiekonzern zu verkaufen. Das könnte vor allem Wahlkampfgründe haben.

Neuerungen im Klimapaket

Die neuen Beschlüsse zum Klimapaket, also die Erhöhung des CO2-Preises von 10 auf 25 Euro, wirken sich ebenfalls positiv auf die Versorger aus. Führen sie doch bei den Konzernen zu zusätzlichen Einnahmen, die zur Senkung der EEG-Umlage vorgesehen sind. Je höher der CO2-Preis steigt, desto höher sind die Entlastungen bei der EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom. Hiervon profitieren vor allem Konzerne wie RWE und E.on, die auf Ökostrom setzen.

Erst Ende September übernahm der Braunkohle-Verstromer RWE die erneuerbaren Energien des Wettbewerbers Eon. RWE steckt mitten im Umbruch zu einem führenden Ökostrom-Energiekonzern.

Insbesondere RWE Anleger sollten die politische Entwicklung in Deutschland weiter beobachten. Wer bereits investiert ist, lässt die Gewinne mit Stoppkurs bei 20,60 Euro laufen. Neuengagements haben keine Eile.

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.