Die Aktie von ProSiebenSat.1 konnte Ende des Börsenjahres 2025 den Sinkflug stoppen und sich wieder etwas stabilisieren. Doch die gestrige Meldung könnte den SDAX-Titel wieder Gegenwind bescheren. Denn der Medienriese hat 2025 schlechter abgeschnitten als zuletzt erwartet. Das Unternehmen verfehlte sogar die selbst gesteckten Ziele.
Der Medienkonzern teilte am Montagabend mit, dass das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) voraussichtlich bei 405 Millionen Euro liegen wird. Der Vorstand selbst hatte als unteres Ende der angepeilten Spanne zumindest mit 420 Millionen Euro gerechnet. Bereits Mitte November hatte ProSiebenSat.1 seine Prognose am oberen Rand um 20 Millionen Euro gesenkt. Die Aktie reagierte zunächst mit leichten Verlusten. Der Münchener Konzern befindet sich seit Kurzem mehrheitlich im Besitz der italienischen Medienholding MFE, die rund drei Viertel der Anteile hält.
Als Grund für die schwache Entwicklung nannte das Unternehmen das schwierige Marktumfeld in Deutschland. Vor allem die branchenweit rückläufigen Ausgaben für TV-Werbung belasteten weiterhin das Geschäft. Dies habe sich auch im vierten Quartal, dem wichtigsten Abschnitt des Jahres für ProSiebenSat.1, deutlich bemerkbar gemacht.
Der Umsatz ging – bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen – um zwei Prozent auf 3,68 Milliarden Euro zurück und blieb damit unter den Analystenerwartungen. Positiv entwickelte sich dagegen die Netto-Finanzverschuldung: Sie sank von 1,51 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 1,34 Milliarden Euro. Die vollständigen Jahreszahlen will ProSiebenSat.1 am 26. März vorlegen.
Das Marktumfeld für ProSiebenSat.1 ist nach wie vor schwierig, was die mauen Zahlen für das abgelaufene Jahr einmal mehr bestätigen. Vor diesem Hintergrund bleibt es dabei: Anleger sollten unverändert an der Seitenlinie verharren.
Heute, 07:03