Erneuter Absturz bei Edelmetallen, Bitcoin wackelig – und trotzdem endet der Handel am Montag freundlich. Wer auf einen echten Risk-off-Tag gesetzt hat, wird kalt erwischt. Der Dow Jones legt zum Schluss 515 Punkte zu und schließt bei 49.407 Punkten. Der S&P 500 gewinnt 0,5 Prozent auf 6.976 Punkte, der Nasdaq Composite steigt 0,5 Prozent auf 23.592 Punkte. Aus dem Minus zur Eröffnung wird ein grüner Tag.
Der Auslöser liegt ausgerechnet in der Realwirtschaft. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe springt auf 52,6 Punkte und damit klar über die Wachstumsschwelle. Zykliker laufen, der Markt kauft wieder die „Soft-Landing“-Story. Begleitmusik: Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe zieht auf rund 4,28 Prozent an, der Dollar legt weiter zu.
Während Aktien laufen, bleibt es bei den „schnellen“ Trades ungemütlich. Bitcoin fällt erstmals seit April unter 80.000 Dollar und pendelt später um 78.000. Gold und Silber bleiben nach dem Freitagsschock tiefrot: Gold rund vier Prozent, Silber rund fünf Prozent im Minus. Der Druck nimmt etwas ab, das Thema verschwindet trotzdem nicht.
Auf der Gewinnerseite glänzt Caterpillar mit einem Sprung auf Rekordniveau. Im Dow gehören auch Apple, Cisco und IBM zu den stärkeren Werten. Im Nasdaq laufen Chipwerte wie Intel und Micron vorne mit. Oracle dreht dagegen wieder ab: Nach einem zwischenzeitlichen Plus rutscht die Aktie zum Schluss ins Minus.
Elon Musk liefert ebenfalls Stoff: Laut Bloomberg-Informationen will der Tesla-Chef SpaceX mit seiner KI-Firma xAI zusammenführen. Im Raum steht dabei eine Bewertung von rund 1,25 Billionen Dollar. Der Deal wäre ein weiterer Schritt, Musks Imperium enger zu verzahnen – und zeigt, wie teuer der KI-Wettlauf inzwischen geworden ist. SpaceX soll zudem weiter an einem Mega-Börsengang arbeiten, der im Extremfall bis zu 50 Milliarden Dollar einspielen könnte.
Und noch ein Faktor schiebt sich in die Woche: Wegen des erneuten teilweisen US-Shutdowns verschiebt sich der Januar-Arbeitsmarktbericht. Ausgerechnet das Daten-Highlight für Freitag fällt damit vorerst aus – und der Markt muss mit weniger harten Fakten auskommen. Das kann gutgehen. Oder das nächste Störfeuer werden.
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