Donald Trump hat die Frist im Streit um die Straße von Hormus erneut nach hinten verschoben. Angriffe auf iranische Energieanlagen sollen nun bis zum 6. April, 20 Uhr Ortszeit an der US-Ostküste, ausbleiben. Das teilte der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social mit. Damit würde das Ultimatum erst am kommenden Samstag deutscher Zeit auslaufen.
Laut Trump habe Teheran zunächst um eine Verlängerung um sieben Tage gebeten. In einem Interview mit Fox News erklärte er: "Und ich sagte: Ich gebe euch zehn." Berichte über einen angeblichen 15-Punkte-Plan aus Washington kursieren zwar, belastbare Bestätigungen dafür gibt es bislang jedoch nicht.
Trump begründete die Fristverlängerung damit, dass mehrere Tanker die Straße von Hormus passieren durften. Für ihn ist das ein Signal für Gesprächsbereitschaft. "Ich denke, wir haben es mit den richtigen Leuten zu tun", sagte er. Zudem verwies er auf "sehr gute" Gespräche und erinnerte daran, dass er die Frist bereits Anfang der Woche um fünf Tage verlängert hatte.
Eine offizielle Reaktion aus Teheran blieb zunächst aus. Die iranische Führung hatte direkte Gespräche mit den USA bislang zurückgewiesen. Laut einem Bericht des Wall Street Journal, das sich auf Vermittler beruft, habe der Iran auch keinen zehntägigen Aufschub für mögliche Angriffe auf seine Energieinfrastruktur gefordert.
Die Ölpreise verharren indes weiterhin auf ihren hohen Niveaus. So kostet ein Barrel WTI-Öl derzeit 93 Dollar. Für ein Fass der Nordseesorte Brent müssen mehr als 100 Dollar auf den Tisch gelegt werden.
Die Märkte bleiben nervös und die Öl- und Gaspreise hoch. Dies spielt natürlich weiterhin Energieproduzenten wie etwa Eni in die Karten. Die immer noch günstig bewertete Aktie des sehr gut aufgestellten Konzerns mit solider Bilanz bleiben nach wie vor attraktiv. Der Stoppkurs kann vorerst noch bei 15,50 Euro belassen werden.
Heute, 06:41