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01.04.2021 Markus Bußler

Gold: Noch einmal 100 Dollar abwärts?

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Gold hat sich gestern zurückgemeldet. Wie erwartet hat der Doppelboden im Bereich von 1.680 Dollar dem Goldpreis kurzfristig Unterstützung geboten. Das Edelmetall kletterte zwischenzeitlich fast 30 Dollar. Auch Silber und die Minen konnten zulegen. Wenn es aber nach Capital Economics geht, dann ist die Leidenszeit der Goldanleger noch nicht beendet. Sie sehen das Edelmetall bis zum Jahresende auf 1.600 Dollar fallen. Der Grund: Die steigenden Renditen.

Gold versuche derzeit ein Comeback, wobei die Juni-Comex-Gold-Futures zuletzt über $1.704 je Unze gehandelt wurden und damit im Tagesverlauf um mehr als 1 % zulegten. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sich das Edelmetall vom Renditetrend abkoppeln wird, so John Higgins, Chefvolkswirt von Capital Economics. „Unsere Erwartung ist, dass die reale US-Renditekurve weiterhin steiler wird. In der Tat vermuten wir, dass der Großteil des von uns prognostizierten Anstiegs der nominalen Rendite 10-jähriger konventioneller Treasuries um etwa 50 Basispunkte bis zum Ende dieses Jahres aus einer höheren realen Rendite resultieren wird“, so John Higgins, Chefvolkswirt von Capital Economics. „Wir erwarten, dass dies den Goldpreis weiter unter Druck setzen wird. Unsere Prognose für den Preis des Metalls für Ende 2021 liegt bei 1.600 Dollar je Unze.“ Gold stehe in einem umgekehrten Verhältnis zu den Renditen, da es keinen realen Zinssatz zahlt, was bedeutet, dass der Goldpreis sinkt, wenn die realen US-Zinsen steigen, da dies die Opportunitätskosten für das Halten von Gold erhöht, erklärte Higgins.

Sicherlich sind die steigenden Renditen der langlaufenden US-Staatsanleihen aktuell Gift für den Goldpreis. Doch letztlich steigen die Renditen der Staatsanleihen, da die Anleger mit einer stärkeren Inflation in den kommenden Jahren rechnen. Dies wiederum dürfte die reale Rendite im negativen Bereich belassen. Doch der Markt scheint dies aktuell zu ignorieren und der Goldpreis fällt in einem zunehmend inflationären Umfeld. DER AKTIONÄR geht davon aus, dass sich mittelfristig die höhere Inflation in das Bewusstsein der Anleger spielen dürfte und den Goldpreis nach oben treiben dürfte. Spätestens mit den April-Zahlen dürfte die Inflation deutlich über zwei Prozent, vielleicht sogar in Richtung drei Prozent springen.

Gold (ISIN: XC0009655157)

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