Der Goldpreis startete heute fest in den Tag, musste jedoch nach Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für Januar einen Teil der Gewinne abgeben. Das US-Arbeitsministerium meldete für Januar 130.000 neu geschaffene Jobs. Damit wurden die Erwartungen deutlich übertroffen. Ökonomen hatten lediglich mit 66.000 neuen Stellen gerechnet. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote auf 4,3 Prozent nach zuvor 4,4 Prozent.
Die überraschend starken Daten sprechen für einen weiterhin widerstandsfähigen Arbeitsmarkt und dämpften kurzfristig Hoffnungen auf eine rasche Lockerung der Geldpolitik. In einer ersten Reaktion setzte beim Goldpreis Verkaufsdruck ein. Bislang konnte sich das Edelmetall jedoch oberhalb wichtiger Unterstützungszonen stabilisieren. Zuletzt notierte der Spotpreis bei rund 5.050 Dollar je Unze und damit oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 5.000 Dollar.
Gestern hatte der Goldpreis leicht verloren. Dennoch notiert das Edelmetall nahe eines Zwei-Wochen-Hochs. Zuvor hatten mehrere schwächere US-Konjunkturdaten die Erwartung untermauert, dass die Federal Reserve im Jahresverlauf zu Zinssenkungen greifen könnte. Stagnierende Einzelhandelsumsätze im Dezember, ein Rückgang der sogenannten GDP-Control-Group um 0,1 Prozent, die niedrigsten offenen Stellen seit 2020 sowie enttäuschende Daten zum privaten Stellenaufbau deuteten auf eine nachlassende Dynamik der US-Wirtschaft hin.
Der Markt preist derzeit mindestens zwei Zinssenkungen in diesem Jahr ein. Auch Aussagen aus dem Weißen Haus, wonach sich das Beschäftigungswachstum in den kommenden Monaten aufgrund demografischer Effekte abschwächen dürfte, nähren Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik.
Die gestrigen Daten scheinen im Widerspruch zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten zu stehen. Doch Anleger sollten beachten, dass der Arbeitsmarkt ein eher nachlaufender Indikator ist. Eine Schwäche der Wirtschaft macht sich meist erst Monate später am Arbeitsmarkt bemerkbar.
Nachdem der Goldpreis vor rund zwei Wochen deutlich eingebrochen war, erholt sich das Edelmetall mittlerweile wieder. Die Marke von 5.000 Dollar ist eher von psychologischer Bedeutung. Wichtig ist: Die Minenaktien erwirtschaften auf diesem Niveau Rekordgewinne. Und das zahlt sich für die Anleger aus. Die Kurse steigen, die Dividenden ebenfalls. Auf welche Minenaktien Sie jetzt setzen sollten, erfahren Sie bei Goldfolio, Ihrem Börsendienst für Gold- und Silberaktien.
Heute, 15:04