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31.03.2021 Markus Bußler

Gold: "Der Bullenmarkt macht ein Nickerchen"

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Gold

Zumindest der Abverkauf der vergangenen Tage scheint bei Gold heute gestoppt zu sein. Es könnte sich ein Doppelboden ausbilden, der dem Edelmetall durchaus kurzfristig Halt bieten sollte. Ob aber die Trendwende gelingt darf ob des Momentums, das sich in den vergangenen Tagen entwickelt hat, bezweifelt werden. Nach Ansicht von Mike McGlone von Bloomberg Intelligence macht der Gold-Bullenmarkt gerade ein Nickerchen.

Da der Bullenmarkt von Gold ins Stocken geraten ist, scheint das Edelmetall bereit für ein Nickerchen zu sein, und Bitcoin könnte der Hauptschuldige für diesen Rückschlag sein, so der Ausblick von Bloomberg Intelligence für April. „Die alte Garde des Goldes scheint bereit für ein Nickerchen gegenüber dem jungen Bitcoin“, sagte Mike McGlone, Senior Commodity Strategist bei Bloomberg Intelligence. „Der Gold-Bullenmarkt ist eindeutig ins Stocken geraten, und wir glauben, dass er sich zu einem lang anhaltenden, schwankenden Markt entwickelt. Solange sich der höhere Preisfindungsprozess bei Bitcoin nicht umkehrt, stellt die Kryptowährung einen Gegenwind für Gold dar.“ Bitcoin ersetzt für viele Investoren die Rolle von Gold in einem Portfolio, und bis sich das ändert, werde Gold das Rampenlicht mit der Kryptowährung teilen müssen, bemerkte McGlone.

Die Handelsspanne von Gold wird vorerst zwischen 1.600 und 1.900 Dollar pro Unze stecken bleiben, merkte McGlone an und fügte hinzu, dass das Edelmetall nicht viel Spielraum hat, um entweder zu steigen oder zu fallen. „Es ist wahrscheinlicher, dass es sich in einem Käfig zwischen 1.600 und 1.900 Dollar pro Unze einrichtet. Auf dem aktuellen Niveau von unter 1.700 Dollar pro Unze scheint Gold allerdings kurzfristig wieder überverkauft zu sein und könnte sich leicht wieder über dieses Schlüsselniveau erholen. Doch auch wenn der Gold-Bullenmarkt vorerst ruht, ist ein Bärenmarkt unwahrscheinlich, fügte McGlone hinzu. „Der Aufwärtstrend des Metalls, der mit der ersten Zinserhöhung der US-Notenbank im Jahr 2015 wiederaufgenommen wurde, wird durch den Neuankömmling Bitcoin bedroht, aber nachdem der Goldpreis um etwa 20 Prozent von seinem Höchststand im Jahr 2020 korrigiert hat und auf Unterstützungsschichten stößt, sind die Wahrscheinlichkeiten in Richtung einer Goldpreiserholung verschoben“, stellte er fest. „Bei 1.650 Dollar befindet sich eine Unterstützung, der gleitende 50-Wochen-Durchschnitt um 1.830 Dollar ist ein erster Zielwiderstand.“

Aktuell scheint Gold tatsächlich in seiner Handelsspanne gefangen zu sein. Die aktuell überverkaufte Situation in Kombination mit einem potenziellen Doppelboden im Bereich von 1.680 Dollar sollte zumindest kurzfristig eine Gegenbewegung ermöglichen. Bis zu einem größeren Ausbruch haben die Bullen aber einiges an Arbeit vor sich und sollten zumindest wieder den Bereich um 1.750 Dollar überwinden.

Gold (ISIN: XC0009655157)

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