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05.12.2018 Michel Doepke

Evotec-Aktie bricht ein: Das schmeckt dem Markt nicht

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Evotec

Die Evotec-Aktie bricht heute um zwölf Prozent ein. Neben engagierten Leerverkäufern belasten Aussagen des Managements in einem Bloomberg-Interview. Laut Aussagen von Finanzvorstand Enno Spillner sollen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im kommenden Jahr weiter steigen. Der Grund: Evotec will sowohl in die eigene Pipeline investieren, aber auch Geld in Zukäufe stecken.

Auf Wachstum getrimmt

"Es geht nicht nach schierer Größe, sondern darum, was technologisch gut zu uns passt oder Märkte erschließt oder die Wertschöpfungskette abrundet," so Spillner gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. In diesem Jahr peile Evotec Aufwendungen in der unteren Hälfte der Spanne von 35 bis 45 Millionen Euro an. "Sich auf nur einer Plattform auszuruhen und zu sagen, diese nutzen wir für die nächsten Jahre, ist nicht unser Ansatz", Spillner weiter. Unverändert hält der Finanzvorstand an der Jahresprognose fest: Es sei zu unsicher, optimistischer zu werden.

Die eher vagen Aussagen von Spillner treiben Anleger aus der Evotec-Aktie. Traditionell geben sich die Hamburger vorsichtiger, um große Enttäuschungen zu vermeiden. Dass Evotec unverändert eine der Top-Adressen in Sachen Wirkstoffforschung ist, zeigten die letzten Deals, die das Management rund um CEO Dr. Werner Lanthaler eingefädelt hat.

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Keine Panik

DER AKTIONÄR ist überzeugt: Evotec wird seinen Weg gehen und auch in Zukunft lukrative Allianzen und Kooperationen mit namhaften Pharma- und Biotech-Unternehmen schließen, die den Konzern weiter wachsen lassen. Investierte Anleger halten die Füße still.

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