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12.06.2018 DER AKTIONÄR

Egbert Prior: So geht es bei Wirecard weiter

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Wirecard

Er kennt die Börse aus dem Effeff. Die Rede ist von Egbert Prior. Der langjährige Herausgeber der Prior Börse schreibt für Sie über seine Favoriten: deutsche Nebenwerte. Lesen Sie seine Analyse.

„Zuletzt legten wir Ihnen die Wirecard-Aktie am 20. Dezember ans Herz. Ein Weihnachtsgeschenk! Seither kletterte der Kurs um weitere knapp 50 Prozent auf aktuell 138,15 Euro.

1999 gegründet schaffte es das Unternehmen aus kleinsten Anfängen zum Milliardenkonzern. In der letzten Dekade explodierte der Kurs um nahezu 4.000 Prozent. Mittlerweile ist der Zahlungsdienstleister mit 17 Milliarden Euro fast schon so viel wert wie die Deutsche Bank (knapp 20 Milliarden).

Wirecard profitiert davon, dass das digitale Zahlen über Kreditkarten oder Smartphones immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Münchener sehen sich als einen der „weltweit führenden unabhängigen Anbieter“ von Outsourcing- und White-Lable-Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr.

Wirecard unterstützt mit Infrastruktur und Dienstleistungen Unternehmen dabei, elektronische Zahlungen entgegenzunehmen. Immer wieder wurde die Aktie Ziel von Leerverkäuferattacken und Presseartikeln, die auf angebliche Ungereimtheiten aufmerksam machen wollten. Nichts davon konnte den Aufstieg dauerhaft aufhalten.

Im ersten Quartal sprang das über die Wirecard-Plattform abgewickelte Transaktionsvolumen um 56 Prozent auf 27 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um 53 Prozent auf 420 Millionen. Der Nettogewinn stieg um 46 Prozent auf 71 Millionen.

2017 gingen bei den Münchenern 1,5 Milliarden durch die Bücher, unter dem Strich stand ein Gewinn von 260 Millionen. Im April hob Wirecard die Prognose für 2018 an. Danach soll der operative Gewinn (Ebitda) zwischen 520 und 545 Millionen landen (zuvor 510 bis 535 Millionen).

Vorstandschef und Großaktionär Markus Braun sieht sein Unternehmen als führend in Europa an und möchte nun zu einem globalen Anbieter avancieren. Dabei stehe das digitale Zahlen erst ganz am Anfang. Bei weltweit mehr als 80 Prozent der Transaktionen kommt noch Bargeld zum Einsatz.

Mit einem KGV (2018) von schätzungsweise 45 erscheint die Bewertung hoch, ist aber nicht aus der Luft gegriffen. Das Gewinnwachstum liegt in einer ähnlichen Größenordnung, das Marktpotential ist schier grenzenlos. Fazit: Wir nehmen die Aktie in unser Musterdepot auf.“

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6