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12.11.2013 Michael Herrmann

Deutsche Post: Das bedeuten die Zahlen

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Die Berichtssaison im DAX nimmt heute wieder kräftig Fahrt auf. Den Anfang im Zahlenreigen hat die Deutsche Post gemacht. DER AKTIONÄR zeigt, wie die Quartalszahlen des Brief- und Logistikkonzerns ausgefallen sind.

Die Deutsche Post hat im dritten Quartal einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Die Erlöse gingen Berichtszeitraum um 2,5 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro zurück. Schuld waren nach Konzernaussagen aber vor allem negative Währungs- sowie weitere anorganische Effekte. Bereinigt um diese Einflüsse fuhr die Deutsche Post demnach einen Umsatzanstieg im abgelaufenen Quartal bei 3,4 Prozent.

Ergebnisplus

Besser lief es auf der Ergebnisseite. Der operative Gewinn des Konzerns stieg im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um sieben Prozent auf 646 Millionen Euro. Darüber hinaus stieg der Konzerngewinn zwischen Juli und September 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast sechs Prozent auf 399 Millionen Euro. Besonders erfreulich: Sowohl im Brief- als auch im Paketgeschäft hat die Deutsche Post die Profitabilität verbessert.

Prognose unverändert

Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern unverändert mit einem EBIT zwischen 2,75 Milliarden Euro und 3,0 Milliarden Euro. Dazu soll der BRIEF-Bereich einen operativen Gewinn zwischen 1,15 Milliarden Euro und 1,25 Milliarden Euro beitragen. Die Pakettochter DHL soll zum Jahresende ein EBIT von 2,0 Milliarden Euro und 2,15 Milliarden Euro ausweisen. Damit bleiben die Gewinnprognosen bestehen.

Erhöhte Gewinnmitnahme-Gefahr

Die Ergebnisse der Deutschen Post liegen im Rahmen der Erwartungen. Analysten hatten mit 649,6 Millionen Euro nur mit etwas mehr gerechnet. Beim Umsatz hatten Analysten mit durchschnittlich 14,2 Milliarden Euro dagegen deutlich mehr erwartet. Nach dem starken Lauf der Aktie in den vergangenen Monaten kann das bereits ausreichen, dass einige Anleger - ähnlich wie zuletzt bei ProSiebenSat.1 - heute Kasse machen und der Kurs kurzfristig unter Druck gerät. Langfristig orientierte Anleger sollten sich dadurch nicht verunsichern lassen. Die Deutsche Post bleibt für sie ein attraktives Investment.

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