23.10.2017 Fabian Strebin

Deutsche Bank sucht ihr Heil in Asien

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Deutsche Bank
Trendthema

Die Deutsche Bank kämpft seit vergangenem Herbst nicht nur um das Ansehen bei den Kunden sowie Marktanteile in den USA und Europa. Der Konzern hofft nun, in Asien wachsen zu können.

Der Co-Chef der Kapitalmarktsparte, Alexander von Mühlen, sagt im Interview mit der Börsen-Zeitung: „Das größte Wachstumspotenzial liegt in Asien. Einige der größten IPOs werden aus dem nichtamerikanischen Markt kommen, in Form von Unternehmen, die hier noch nahezu unbekannt sind, deren Marktkapitalisierung aber die von einigen großen Tech-IPOs in den USA übertreffen könnte.“ Laut von Mühlen will die Deutsche Bank verstärkt asiatische Unternehmen bei der Expansion nach Europa begleiten. Konkrete Ziele nannte der Manager jedoch nicht.

Stunde der Wahrheit am Donnerstag

Die Deutsche Bank hat mit dem Geld aus der Kapitalerhöhung im vergangenen März die Grundlagen für mehr Wachstum gelegt. Bisher ist es Vorstandsvorsitzendem John Cryan indes nicht gelungen, mehr Geschäft an Land zu ziehen. Am kommenden Donnerstag, 26. Oktober, wartet das Finanzinstitut mit den Zahlen zum dritten Quartal auf. Die Erwartungen sind gering. Der Konzern kann eigentlich nur noch überraschen.

DER AKTIONÄR rät von einem Neueinstieg vor der Zahlenvorlage ab. Bereits investierte Anleger sollen jedoch dabeibleiben. Das Kursziel beträgt 18,00 Euro. Ein Stopp sollte bei 12,50 Euro platziert werden.