Ausbruch bestätigt – das ist Ihre neue Trading-Chance
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05.12.2021 Michael Schröder

DAX-Familie auf dem Prüfstand: Das ändert sich noch in diesem Jahr

Die Deutsche Börse hat die Zusammensetzung ihrer Börsen-Indizes überprüft und neu geordnet. Ergebnis: Die Deutsche Wohnen wird am 20. Dezember in den Index der mittelgroßen Werte MDAX einziehen und dort die Aktien von Zooplus ersetzen. Im Nebenwerte-Index SDAX gibt es deutlich mehr Anpassungen. Beim DAX gibt es dagegen keine Veränderungen. Ein Überblick.

AKTIONÄR-Leser wissen: Die Finanzinvestoren EQT und Hellman & Friedman (H&F) hatten jüngst die Mehrheit an dem Online-Händler für Haustiefbedarf Zooplus übernommen und wollen ihn möglichst bald von der Börse nehmen. Der Streubesitz sei nach der ausgelaufenen verlängerten Übernahmefrist nun so weit gesunken, dass es für einen Verbleib in der DAX-Familie nicht mehr reiche, hieß es von Seiten der Deutschen Börse.

Comeback für Deutsche Wohnen

Für die Deutsche Wohnen hatten Experten die Rückkehr in die DAX-Familie nach weniger als zwei Monaten erwartet. Der Immobilienkonzern war Ende Oktober im Zusammenhang mit der Übernahme durch den Konkurrenten Vonovia aus dem Leitindex entfernt worden. Als Grund hatte die Deutsche Börse einen unter zehn Prozent gesunkenen Streubesitz genannt. Kurz danach informierte die Deutsche Wohnen aber in einer Stimmrechtsmitteilung über die vorzeitige Ausübung einer Wandelanleihe, die zuvor bereits auf ihrer Website angekündigt worden war. Die dadurch gestiegene Zahl der Aktien brachte den Streubesitz zurück über die Zehnprozent-Marke, das in dem Fall entscheidende Kriterium.

Deutsche Wohnen (WKN: A0HN5C)

Bewegung im SDAX

Im TecDAX wird nur Nagarro den Spezialpumpenhersteller Pfeiffer Vacuum ersetzen. Im Nebenwerte-Index SDAX gibt es dafür mehrere Veränderungen: Die vom Autozulieferer Continental abgespaltene Antriebstochter Vitesco ersetzt den Online-Möbelhändler Home24. Die Heidelberger Druckmaschinen AG wird für den Rüstungstechnologiekonzern Hensoldt in den Index aufgenommen und der IT-Dienstleister GFT Technologies ersetzt den Online-Möbelhändler Westwing. Alle Änderungen werden zum Montag, 20. Dezember, umgesetzt

GFT Technologies (WKN: 580060)

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(Mit Material von dpa-AFX)

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