Merck ist trotz Gegenwind durch Währungseffekte und schwächerer Erlöse bei wichtigen Medikamenten solide ins Jahr 2026 gestartet. Der Darmstädter Pharma- und Technologiekonzern überraschte dabei vor allem operativ positiv und blickt nun optimistischer auf das Gesamtjahr.
• Merck hebt Prognose für 2026 nach starkem Quartal an.
• Operatives Ergebnis übertrifft Analystenerwartungen.
• Neuer CEO Kai Beckmann kündigt Strategiewechsel an.
Konzernchef Kai Beckmann, der Anfang Mai die Nachfolge von Belen Garijo angetreten hat, hob die Jahresprognose an und kündigte zugleich eine langfristige strategische Neuausrichtung an.
Für 2026 rechnet Merck jetzt mit einem Umsatz zwischen 20,4 und 21,4 Milliarden Euro. Bislang lag die Zielspanne bei 20,0 bis 21,1 Milliarden Euro. Auch beim bereinigten operativen Ergebnis wird das Management optimistischer: Das Ebitda soll nun 5,7 bis 6,1 Milliarden Euro erreichen, nachdem zuvor 5,5 bis 6,0 Milliarden Euro angepeilt worden waren.
Im ersten Quartal sank der Konzernumsatz zwar um 2,8 Prozent auf etwas mehr als 5,1 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungseffekte legten die Erlöse allerdings organisch um 2,9 Prozent zu. Das operative Ergebnis blieb mit 1,53 Milliarden Euro nahezu stabil und fiel damit besser aus als von Analysten erwartet. Diese hatten im Vorfeld mit 1,46 Milliarden Euro gerechnet. Rückenwind kam unter anderem aus der Elektroniksparte, in der ein positiver Sondereffekt das Ergebnis stützte.
• Merck hebt Prognose für 2026 nach starkem Quartal an.
• Operatives Ergebnis übertrifft Analystenerwartungen.
• Neuer CEO Kai Beckmann kündigt Strategiewechsel an.
Die Aktie von Merck kann am Mittwoch deutlich profitieren. Auf der Handelsplattform Tradegate geht es gut fünf Prozent nach oben auf 119,15 Euro. Damit notiert die Aktie wieder über der wichtigen 200-Tage-Linie. Gelingt nun auch der Sprung über das Aprilhoch bei 121,25 Euro, dürfte die Aktie von Merck wieder in Richtung Jahreshoch, das im Januar bei gut 132 Euro markiert wurde, laufen.
Heute, 09:05