Das ist Ihre Erfolgsstrategie für schwache Börsen
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12.06.2020 Jochen Kauper

Daimler-Aktie: Goldman Sachs hebt das Kursziel an – ist die Korrektur schon wieder zu Ende?

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Daimler

Als besonders konjunkturabhängige Aktie gilt Daimler in unruhigen Börsenzeiten als anfällig. Die Aktie rutschte am Donnerstag bis auf rund 34 Euro Euro ab. Goldman Sachs hat am Freitagmorgen das Kursziel für die Aktie angehoben. Ist das Papier einen Blick wert?

Goldman Sachs hat das Kursziel für Daimler von 28 auf 35 Euro angehoben. Da die Entspannung nach den Lockdowns der Volkswirtschaften rascher als erwartet erfolgt sei, habe er seine Schätzungen für den weltweiten Autoabsatz angehoben, schrieb Analyst Galliers in seiner neuesten Steudie. Er rechne nun mit einem Rückgang von 14,5 Prozent im Jahresvergleich statt zuvor 17 Prozent. Für 2021 indes senkte er zugleich seine Schätzung von plus 13 auf plus 8,5 Prozent. Dennoch bleibt Analyst George Galliers bei seinem Anlageurteil. Der Goldman Sachs-Analyst stuft das Papier nach wie vor mit „verkaufen“ ein.

Verkäufe in China legen zu

Dennoch: Zuletzt mehrten sich durchaus die guten News bei Daimler. Die Pkw-Verkäufe in China legten nach der Corona-Krise wieder deutlich zu. Im Mai haben die Händler im Land mehr als 70.000 Autos der Marke Mercedes-Benz verkauft. Das sei ein prozentual zweistelliges Wachstum gegenüber dem Vorjahresmonat, sagte Daimler-Vertriebschefin Britta Seeger. Der Pkw-Markt in China war mit dem Lockdown im Februar und März deutlich eingebrochen, hatte sich im April aber schon wieder merklich erholt.

Beteiligung an Batteriezellen-Hersteller Farasis Energy?

Auch die im Raum stehende Beteiligung am Batteriezellenhersteller Farasis Energy passt ins Bild. Experten gehen davon aus, dass Farasis im Jahr 2022 auf einen Marktanteil von vier Prozent im Bereich der Batteriezellen kommen könnte. Farasis wird also durchaus ein wichtiger Player im Markt der Batteriezellen neben CATL, LG Chem und Samsung SDI.

Eine Beteiligung an Farasis würde für Daimler auf jeden Fall Sinn machen. Daimler braucht Batteriezellen für den Hochlauf der Elektroauto-Produktion. Nach dem SUV EQC wird der elektrische Großraum-Van EQV gebaut. Weitere Elektro-Modelle wie der EQS und der EQA stehen kurz vor dem Marktstart.

Dennoch fährt in Sachen E-Mobility Daimler der Konkurrenz in Form von Volkswagen und auch BMW weit hinterher. „Die E-Auto-Plattformen von Daimler brauchen mehr Speed“, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut gegenüber dem AKTIONÄR.

Daimler (WKN: 710000)

Die Comeback-Spekulation endete exakt an der wichtigen 200-Tage-Linie. Im Anschluss ist die Daimler-Aktie in die Konsolidierung übergegangen. Diese endete in der Nähe der 100-Tage-Line, die bei knapp 34 Euro verläuft. Am Freitag schaltet die Daimler-Aktie bereits wieder den Vorwärtsgang ein. Ein neues Kaufsignal ergibt sich, sobald das Papier die 200-Tage-Linie bei 41,27 Euro knackt.


Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Daimler.

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