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20.02.2020 Marion Schlegel

Covestro: Dividende „starkes Zeichen“

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Covestro

Nach zahlreichen negativen Nachrichten von Covestro haben Anleger am Mittwoch erleichtert auf den Geschäftsbericht des Kunststoffherstellers reagiert. Trotz eines allgemein als schwach bezeichneten Ausblicks auf das neue Jahr legte die Aktie zu und zählte zu den Favoriten im DAX. Mit einem Plus von 2,9 Prozent auf 40,61 Euro beendete das Papier den Handel und ließ damit sein Anfang Februar erreichtes Zwischentief von 37,44 Euro weiter hinter sich.

Dabei stimmen mehr Wettbewerb, eine träge Autokonjunktur und die Coronavirus-Epidemie das Management weiter vorsichtig. "Auch 2020 wird für uns herausfordernd bleiben", sagte Konzernchef Markus Steilemann. Da er mit einem rückläufigen operativen Jahresergebnis rechnet, soll nun noch mehr gespart werden.

Covestro (WKN: 606214)

"Die Investoren, mit denen wir gesprochen haben, hatten für 2020 bereits schwache Ziele erwartet", sagte Goldman-Sachs-Analystin Georgina Iwamoto. Zugleich, so unterstrich sie, entspreche die Prognose-Spanne für das Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 1,0 bis 1,5 Milliarden Euro ihrer Schätzung. Die zusätzlichen, neuen Einsparziele stützten außerdem den Ausblick.

Ein Händler sagte, das Ergebnisziel 2020 sei "zwar nicht gut, aber auch kein Schock". Zugleich wertete er die stabil gebliebene Dividende von 2,40 Euro je Aktie als starkes Zeichen. Und JPMorgan-Analyst Chetan Udeshi hob er hervor, dass der frei verfügbare Barmittelzufluss - eine wichtige Kenngröße mit Blick auf Dividendenzahlungen – stärker als gedacht gewesen sei.

DER AKTIONÄR rät dennoch weiterhin dazu, bei Covestro an der Seitenlinie zu verharren. Aktuell ist das Marktumfeld für den Chemieproduzenten sehr schwierig. Die Aktie arbeitet gerade erst an einer Bodenbildung. Erst der Sprung über die 200-Tage-Linie bei gut 42 Euro würden das charttechnische Bild aufhellen.

(Mit Material von dpa-AFX)