Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
Foto: Shutterstock
05.05.2020 Pierre Kiren

Commerzbank: Das erwarten Analysten von den Zahlen

-%
Commerzbank

Die Zahlen der Commerzbank werden spannend erwartet. Vorlegen will die Bank die Q1-Zahlen am 13. Mai. Vorab wurden neue Analystenschätzungen veröffentlicht, die davon ausgehen, dass die Commerzbank 2020 in die roten Zahlen rutschen wird. Das geht aus neuesten Konsens-Schätzungen hervor.

Im Vergleich zu den Schätzungen zuvor, sind die negativen Auswirkungen der Corona-Krise nun inbegriffen. Die letzten Schätzungen waren vom Februar. Damals gingen die Analysten noch von einem Gewinn von 407 Millionen Euro aus, doch jetzt prognostizieren sie stattdessen einen Verlust von 249 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2020. Der Grund hierfür liegt in der erhöhten Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle, die den Gewinn schmälert. Aber auch auf der Umsatzseite werden mehr als 500 Millionen Euro weniger Einnahmen erwartet. Der Großteil des Verlustes entsteht demnach im ersten Quartal. Für Q1 erwarten die Analysten einen Verlust von 240 Millionen Euro. Der Umsatz soll knapp 1,9 Milliarden Euro betragen.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Das aktuelle Kursniveau von 3,20 Euro stellt eine Unterstützung da. Diese müsste gehalten werden, damit eine Attacke auf das Widerstandsniveau zwischen 3,20/3,50 Euro erfolgen kann. Mutige Anleger können auf einen Ausbruch setzen, Rückenwind geben möglicherweise auch die Zahlen am 13. Mai, die besser als erwartet ausfallen könnten. DER AKTIONÄR hat ein Kursziel von 4,50 Euro ausgegeben und empfiehlt einen Stopp bei 2,60 Euro.


Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.


Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.

Buchtipp: Die Geschichten des Geldes

Spekulationsblase am Neuen Markt, Bankenkrise 2008 und griechische Schuldenkrise – lauter Themen, die die Finanzmärkte bewegten und bewegen. Doch wer einen Schritt zurücktritt und das große Bild sieht, bemerkt: So neu ist das alles gar nicht! Die Geschichte gibt wertvolle Hinweise zum Verständnis der Gegenwart. Dass sich Geschichte wiederholt, zeigen die beiden Autoren anhand vieler Geschichten des Geldes. Infl ation, Deflation, Abwertung, irrationalen Überschwang, Bankenpleiten und -rettungen gab es immer schon: im Spanien des 16. Jahrhunderts, im Großbritannien des 17. Jahrhunderts, im Frankreich des 18. Jahrhunderts und in den USA des 19. Jahrhunderts. Lehr- und anekdotenreich vermitteln die Autoren gewissermaßen nebenbei ein tiefes Verständnis für die Ursprünge des Finanzsystems – und damit auch für seine aktuellen Kapriolen. So zeigt sich: Der Weg von der Kaurischnecke zur Kreditklemme ist nicht weit.
Die Geschichten des Geldes

Autoren: Vaupel, Michael Kaul, Vivek
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 15.04.2016
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-327-0