Die Aktie der Commerzbank ist noch immer für eine Überraschung gut. Gestern gelang endlich der Sprung über die 50-Tage-Linie und damit ein neues Kaufsignal. In diesem Fall brauchte es dafür nur einen neuen Analystenkommentar, wobei der Experte nicht einmal den Kauf der Aktie nahelegte.
Ein Kursplus von 4,4 Prozent ist bei der Commerzbank eine Hausnummer. Vor allem, wenn das an einem ansonsten eher unspektakulären Handelstag in Deutschland passiert. Auslöser war ein Analystenkommentar von Thomas Hallett von der amerikanischen Investmentbank Keefe, Bruyette & Woods.
Hallett wechselte von den Bären ins Lager der neutralen Beobachter. Er hat die Einstufung von Underperform auf Market Perform angehoben. Das ging damit einher, dass er sein bisheriges Kursziel von 34,00 Euro auf 38,00 Euro nach oben geschraubt hat. Am Markt wurde das positiv aufgenommen.
Als Begründung nannte er mehr Spielraum für eine überdurchschnittliche Entwicklung der Nettozinserträge, was für „zusätzlichen Rückenwind“ sorge. Nach der jüngsten Underperformance der Aktie im Vergleich zum Gesamtsektor erscheine die Bewertung nicht mehr überzogen. Er erhöhte die Schätzungen für den Gewinn je Aktie für 2027 um ein Prozent und für 2028 um vier Prozent.
Damit sind von insgesamt 21 Analysten, die laut Bloomberg die Aktie covern, nur noch drei Bären übrig. Sieben empfehlen derzeit den Kauf und die restlichen elf Analysten raten Anlegern, an Bord zu bleiben. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 36,89 Euro. Viel Spielraum bleibt demnach nicht mehr, wenn man den Konsens heranzieht.
Der gestrige Kurssprung war wichtig: Mit dem Überschreiten des GD50 bei 34,92 Euro wurde ein neues Kaufsignal generiert. Die Aktie könnte nun zügig das Verlaufshoch vom Jahresanfang bei über 36,00 Euro ansteuern. Hält sich der Kurs auf dem aktuellen Niveau, dann können auch Anleger, die noch an der Seitenlinie stehen, ein Engagement in Erwägung ziehen.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
Heute, 10:15