Chevron, BP & Co: Öl-Überangebot belastet

Chevron, BP & Co: Öl-Überangebot belastet
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Thorsten Küfner 08.01.2026, 07:39 Thorsten Küfner

Die Ölpreise präsentieren sich weiter in einer schwachen Verfassung. Dies sorgt für Gegenwind bei den Aktienkursen von Ölproduzenten wie etwa Chevron oder BP. Die Chevron-Aktie war kürzlich noch kräftig gestiegen, da zunächst davon ausgegangen wurde, dass der Konzern besonders stark vom Umbruch in Venezuela profitieren könnte.

Doch das dortige Engagement verspricht auch keine raschen und einfachen Gewinne (mehr dazu lesen Sie hier). Zumal die Ölpreise zuletzt im Hinblick auf die Aussicht auf eine höhere Öl-Förderung in Venezuela noch deutlich stärker unter Druck geraten sind. Schließlich würde ein steigendes Angebot aus einem der ölreichsten Staaten der Welt das ohnehin schon von der IEA für 2026 erwartete Überangebot auf dem Weltmarkt nur zusätzlich erhöhen. Seit Jahresbeginn haben sich Brent- und WTI-Öl daher bereits um knapp zwei Dollar verbilligt. Setzt sich dieser Trend fort, wäre das natürlich eine deutliche Belastung für BP und Chevron, die sehr stark auf Öl setzen, während andere Energieriesen versuchen, sich mit der Produktion von grünem Strom breiter aufzustellen. 

Indes bestimmt das Thema Venezuela natürlich weiter die Schlagzeilen. Nur wenige Tage nach dem US-Militäreinsatz in Caracas hat Präsident Donald Trump die Ölbranche Venezuelas ins Visier genommen und sich direkten Zugriff auf Erlöse aus dem Rohstoffverkauf gesichert. Über seine Plattform Truth Social erklärte der Republikaner, dass das südamerikanische Land künftig zwischen 30 und 50 Millionen Barrel des bislang sanktionierten Öls in die USA liefern werde. Die Einnahmen aus diesen Verkäufen würden dabei unter seiner persönlichen Kontrolle stehen, so Trump.

Am Ölmarkt blieb unterdessen ein weiterer Vorgang ohne größere Auswirkungen: Die US-Streitkräfte hatten am Mittwoch einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker beschlagnahmt. Als Begründung nannten sie Verstöße gegen bestehende US-Sanktionen. Nach Informationen des Wall Street Journal war das Schiff ursprünglich auf dem Weg nach Venezuela, soll aktuell jedoch ohne Ladung unterwegs sein.

Chevron Corporation (WKN: 852552)

Die Ölpreise schwächeln aktuell und es bahnt sich auch nicht gerade an, dass es für Ölproduzenten wie BP und Chevron in den kommenden Wochen wirklichen Rückenwind vom Ölmarkt geben wird. Dementsprechend bleiben BP und Chevron solide Haltepositionen. Bei Chevron sollte der Stoppkurs bei 115,00 Euro belassen werden, bei BP bei 4,10 Euro. 

BP (WKN: 850517)

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