Die Aktie von Intel ging am Mittwoch nach guten News von der Technik-Messe CES in Las Vegas (DER AKTIONÄR berichtete: „Intel zweistellig im Plus - das sind die Gründe“) als Tagesgewinner im Nasdaq 100 aus dem Handel. Am Donnerstag belasteten Gewinnmitnahmen. Allerdings konnte die Aktie von Intel im nachbörslichen US-Handel bereits wieder zulegen. Grund war ein öffentliches Lob von US-Präsident Donald Trump, der sich nach einem Treffen mit Intel-Chef Lip-Bu Tan äußerst positiv über den Chipkonzern äußerte und zugleich das Engagement der US-Regierung hervorhob.
Nachbörslich ging es bei Intel 1,4 Prozent nach oben auf 41,67 Dollar. Auf Truth Social schrieb Trump am Donnerstag, er habe ein „großartiges Treffen“ mit Intel-CEO Lip-Bu Tan gehabt und dass „die Regierung der Vereinigten Staaten stolz darauf ist, Aktionär von Intel zu sein“.
Bereits im August vergangenen Jahres war der Staat mit rund 8,9 Milliarden Dollar bei Intel eingestiegen und hatte sich einen Anteil von zehn Prozent gesichert. Seit Bekanntgabe dieses Einstiegs hat sich der Aktienkurs um rund 75 Prozent nach oben gearbeitet. Der Wert der staatlichen Beteiligung liegt damit inzwischen bei über 18 Milliarden Dollar – die USA sind damit größter Einzelaktionär des Konzerns.
Trump sprach von einem „sehr guten Deal“ für beide Seiten und unterstrich das politische Ziel, hochmoderne Chipfertigung wieder verstärkt in die Vereinigten Staaten zu holen. Dieses Vorhaben sehe er bei Intel klar auf Kurs.
Lip-Bu Tan hatte Anfang vergangenen Jahres den Chefposten von Pat Gelsinger übernommen, nachdem Intel Marktanteile an AMD, Nvidia sowie an Anbieter von energieeffizienten Arm-Chips verloren hatte. Zwischenzeitlich hatte Trump Tan öffentlich kritisiert und dessen China-Verbindungen infrage gestellt. Nach einem persönlichen Treffen folgte jedoch die Kehrtwende. Auf der CES in Las Vegas meldete Intel zuletzt die Verfügbarkeit von 18A-PC-Chips mit einer Strukturbreite unter zwei Nanometern – laut Unternehmen die bislang fortschrittlichste Chipfertigung in den USA. Intel investiert weiterhin hohe Summen in den heimischen Produktionsausbau.
Intel zeigt endlich wieder die Zähne und nutzt seinen Fertigungsvorteil bei 18A konsequent aus. Die Aktie versucht sich derzeit am Ausbruch über die 45-Dollar-Marke. Gelingt dies, ist Luft bis in den Bereich des 2023er-Hochs bei 51,28 Dollar. Ein nachhaltiger Turnaround bei der Aktie wird immer wahrscheinlicher. DER AKTIONÄR bleibt bullish für seine Empfehlung, die mittlerweile fast 80 Prozent im Plus liegt.
09.01.2026, 07:01