Intel bläst zum Großangriff auf den Markt der Gaming-Handhelds und nimmt Platzhirsch AMD direkt ins Visier. Mit der neuen Panther-Lake-Architektur und dem revolutionären 18A-Fertigungsverfahren will der Chip-Gigant verlorenes Terrain zurückgewinnen. Die Aktie legt am Mittwoch im frühen US-Handel bereits zweistellig zu. Das sind die Details.
Der Halbleiter-Riese Intel besinnt sich auf seine Wurzeln und setzt im Kampf um die Krone im Gaming-Sektor alles auf eine Karte. Auf der Technik-Messe CES in Las Vegas ließ Daniel Rogers, Vizepräsident bei Intel, die Bombe platzen. Der Konzern arbeitet nicht nur an einem neuen Prozessor für mobile Spielekonsolen, sondern an einer kompletten Plattform aus Hardware und Software. Die Basis für diesen Vorstoß bildet die brandneue Panther-Lake-Architektur, die offiziell als Intel Core Ultra Serie 3 firmiert. Anleger reagierten wohlwollend auf die Ankündigung, da der Markt für Handhelds wie das Steam Deck oder der ASUS ROG Ally bisher fast vollständig von AMD kontrolliert wurde.
Das technologische Herzstück der neuen Offensive ist das 18A-Fertigungsverfahren. Es handelt sich dabei um die erste im großen Stil in den USA produzierte 1,8-Nanometer-Klasse, die eine immense Effizienz und Leistungsdichte verspricht. Rogers betonte während der Präsentation, dass die neue Generation eine bis zu 77 Prozent höhere Grafikleistung im Vergleich zum Vorgänger Lunar Lake erzielt. Ermöglicht wird dieser Sprung durch die neue integrierte Grafikeinheit Arc B390, die auf der Xe3-Architektur basiert. Damit will Intel beweisen, dass man im Bereich der integrierten Grafiklösungen nicht mehr nur hinterherläuft, sondern die Spitze übernehmen kann. „Wir konzentrieren uns mit der Serie 3 voll auf die Energieeffizienz und eine GPU in einer eigenen Klasse“, erklärte das Management vor Ort.
Besonders spannend für die Börse ist die Strategie der dedizierten Handheld-Chips, die unter dem Namen Core G3 auf den Markt kommen könnten. Diese Prozessoren sind speziell auf die thermischen und energetischen Anforderungen tragbarer Geräte zugeschnitten. Während AMD zeitgleich den neuen Ryzen 7 9850X3D für Desktop-PCs vorstellte, zielt Intel direkt auf die mobile Wachstumsnische. Erste Partnerschaften mit MSI und Acer dürften bereits stehen und sogar Gerüchte über einen Xbox-Handheld von Microsoft erhielten durch die Präsentation neue Nahrung. Für Intel geht es um viel, denn der Marktanteil im Gaming-Bereich ist zuletzt unter Druck geraten. Die Massenproduktion im 18A-Verfahren ist im Jahr 2025 erfolgreich angelaufen und die ersten Systeme sollen bereits Ende Januar 2026 weltweit verfügbar sein.
Intel zeigt endlich wieder die Zähne und nutzt seinen Fertigungsvorteil bei 18A konsequent aus. Der Fokus auf den Handheld-Markt ist ein kluger strategischer Schachzug, um AMD in dessen Paradedisziplin herauszufordern. Wenn die Performance-Versprechen von 77 Prozent Plus halten, dürfte ein nachhaltiger Turnaround bei der Aktie immer wahrscheinlicher werden. DER AKTIONÄR bleibt bullish.
07.01.2026, 17:00