Während im MDAX heute die positiven Vorzeichen überwiegen – Teamviewer und Auto1 legen sogar mehr als sechs Prozent als stärkste Werte des Tages zu –, muss die Aktie von Sartorius heute Verluste einstecken. Grund für den heutigen schwachen Tag sind Gewinnmitnahmen nach einer Analystenabstufung.
Die Aktie von Sartorius hatte zuletzt einen starken Lauf. Sie hat in dieser Woche ein neues Mehrmonatshoch markiert. Nun wurde aber die Erholungsbewegung unterbrochen. Rund ein Prozent geht es am frühen Freitagnachmittag nach unten. Für Druck sorgte einer Abstufung durch das Analystenhaus RBC.
RBC bewertet den Titel nun lediglich mit „Sector Perform“ (zuvor „Outperform“). Analyst Charles Weston sieht kurzfristig kaum weiteres Kurspotenzial. Sein Kursziel bestätigte er mit 260 Euro. Seit dem Tiefpunkt im September hatte sich der Kurs von Sartorius um mehr als 50 Prozent erholt, in den vergangenen zwei Monaten allein rund 20 Prozent. In seiner aktuellen Analyse äußert sich Weston zudem zurückhaltend mit Blick auf das Jahr 2026. Entsprechend senkte er seine Ergebnisprognosen für die Jahre 2026 und 2027.
Optimistischer bleibt hingegen die britische Investmentbank Barclays. Sie hat erst in dieser Woche das Kursziel für Sartorius von 280 auf 300 Euro angehoben und die Einstufung "Overweight" bestätigt. Sartorius sei der klassenbeste Pharma- und Laborzulieferer, findet Analyst Charles Pitman-King lobende Worte in seiner am Mittwoch präsentierten Studie. Er rechnet damit, dass die zurückkehrende Nachfrage die Auftrags- und Umsatzdynamik wieder auf das Niveau vor Covid zurückbringen dürfte.
Trotz des heutigen Kursrückgangs bleibt die charttechnische Lage gut bei der Aktie von Sartorius. Investierte Anleger können dabeibleiben, solange die Aktie von Sartorius nicht unter die 50-Tage-Linie zurückrutscht.
09.01.2026, 13:51