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07.10.2019 Michel Doepke

Bayer: Das klingt richtig gut, aber...

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Bayer

Bayer muss sich nun doch nicht schon Mitte Oktober in den nächsten US-Prozess um den Unkrautvernichter Glyphosat stürzen. "Nach Vereinbarung beider Seiten wird der Prozess auf ein Datum Anfang 2020 vertagt werden", sagte der Chef-Verhandler im Mediationsverfahren zwischen Bayer und den Klägeranwälten, Kenneth Feinberg, gegenüber dem Handelsblatt.

Bisher war geplant, dass sich beide Seiten ab dem 15. Oktober vor einem Gericht in St. Louis/US-Bundesstaat Missouri ein weiteres Gefecht um das glyphosathaltige Mittel Roundup von Monsanto liefern werden. Die Vertagung eines weiteren Prozesses gilt dem Bericht zufolge als Beleg dafür, dass Bayer und die Anwälte der Kläger auf einen außergerichtlichen Vergleich zusteuern und dabei vorankommen.

News Ende Oktober?

Dieser Vergleich soll in dem Mediationsverfahren unter Leitung des erfahrenen Anwalts Feinberg ausgehandelt werden. Zum Stand der Gespräche im Fall Glyphosat wollte sich der Jurist nicht konkret äußern. "Die globalen Vergleichsverhandlungen laufen weiter", sagte er lediglich. In Kreisen der beteiligten Parteien hieß es dem Bericht zufolge aber, ein Termin für eine Einigung stehe nicht fest, es könnte jedoch schon Ende Oktober in der Vergleichssache Neuigkeiten geben.

Klagen steigen offensichtlich weiter

Parallel zu den Verhandlungen führen die Klägeranwälte ihre Marketingausgaben zum Einwerben weiterer Klagen hoch, um den Druck zu erhöhen und die Vergleichssumme nach oben zu treiben. In den Kreisen heiße es, die Zahl der anhängigen Klagen wegen Roundup dürften mittlerweile bei deutlich mehr als 20 000 liegen. Bayer hatte zuletzt mit Stand 11. Juli von 18 400 Klagen berichtet.

Bayer (WKN: BAY001)

Die Aussicht auf einen Vergleich dürfte der Bayer-Aktie im heutigen Handel Auftrieb verleihen. Für den großen charttechnischen Befreiungsschlag dürfte die Nachricht jedoch nicht reichen. Langfristig ausgerichtete Anleger machen weiter einen Bogen um die Papiere. 

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(Mit Material von dpa-AFX)

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