23.04.2020 Marion Schlegel

BASF und Bayer weisen Vorwürfe zurück – wie sollten Anleger handeln?

-%
BASF

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer und der Chemieriese BASF haben die in einer Studie geäußerten Vorwürfe zu Doppelstandards im Handel mit Pestiziden zurückgewiesen. "Allein die Tatsache, dass ein Pflanzenschutzmittel nicht in der EU zugelassen ist, sagt nichts über seine Sicherheit aus und stellt mitnichten einen Doppelstandard dar", sagte ein Sprecher von Bayer in Leverkusen am Donnerstag auf Anfrage. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" über die Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem Kirchenhilfswerk Misereor und anderer Organisationen berichtet.

Bayer (WKN: BAY001)

Bei BASF hieß es auf Anfrage: "Alle Pflanzenschutzprodukte von BASF werden sehr ausführlich getestet und können sicher unter örtlichen landwirtschaftlichen Bedingungen verwendet werden, wenn sie gemäß den Angaben auf dem Etikett angewendet werden." Sie würden von den Behörden bewertet und genehmigt anhand der in den jeweiligen Ländern geltenden amtlichen Genehmigungsverfahren, bevor sie verkauft werden, teilte der Ludwigshafener Konzern mit.

In der Studie geht es darum, dass Bayer und auch BASF in Staaten wie Südafrika und Brasilien Pestizide vertreiben, die EU-Standards nicht genügen – also die in der EU nicht zugelassen sind oder deren Zulassung aufgrund von Sicherheitsbedenken zurückgezogen wurden. Die Studienautoren bezeichnen dies als "Doppelstandards" und werfen den Unternehmen vor, im globalen Süden "hochgefährliche Pestizide" zu vermarkten, "die in der EU gar nicht im Umlauf sein dürfen".

BASF (WKN: BASF11)

Die Aktie von Bayer zeigt sich derzeit an der Börse sehr robust. Die nächste Hürde, die es nachhaltig zu überwinden gilt, die die 60-Euro-Marke. Investierte Anleger bleiben an Bord und setzen weiter auf die Comeback-Rallye. Bei BASF sollten Anleger hingegen weiter abwarten. Das Umfeld für die Chemiebranche ist weiterhin sehr schwierig.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: BASF.

(Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Management by Internet

Die digitale Transformation ist in vollem Gange: Das Internet hat unser Leben verändert und auch Unternehmen müssen auf diesen Wandel reagieren. Management by Internet – das bedeutet, neue Werte wie Vernetzung, Offenheit, Partizipation und Agilität, die für „Digital Natives“ schon längst Alltag sind, auch in der Unternehmenskultur zu verwirklichen. Nur dann gelingt es, talentierte Nachwuchskräfte an sich zu binden, Mitarbeiter immer wieder aufs Neue zu motivieren und innovativ zu bleiben. Wie man diese neuen Führungsmodelle umsetzt und zugleich alte Unternehmensstrukturen gekonnt mit der neuen Wertewelt vereint, zeigt der Experte für Digital Leadership Dr. Willms Buhse unter anderem anhand von Unternehmen wie Bosch und Bayer sowie zahlreichen weiteren Beispielen aus der Praxis. Erfahren Sie, wie Unternehmen wie Bosch, Bayer, der SWR und viele andere den Wandel angehen und meistern. Lernen Sie, mithilfe welcher Methoden und Instrumente Sie den Wandel einleiten und unterstützen können: Innovative Fehlerkultur mit Rapid Recovery, Strategie-Entwicklung mit BarCamps und OpenSpaces, agile Umsetzung in FedExDays, Stand-ups statt Routinemeetings. Nutzen Sie den Selbsttest „Leadership Assessment“, um zu erkennen, ob die digitale Transformation für Sie noch Neuland ist oder ob Sie schon ein echter Digital Leader sind!

Autoren: Buhse, Willms
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 10.06.2014
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-172-6