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03.06.2014 Markus Bußler

Barrick Gold: Die Fehler der Vergangenheit

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Hohe Schulden, zu ambitionierte Projekte und die verpasste Fusionschance mit Newmont Mining. Bei dem weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold lief in den vergangenen Monaten einiges schief. Doch Konzernchef Jamie Sokalsky zeigt sich reumütig. In einem Interview erklärte er, aus den Fehlern gelernt zu haben.

Barrick Gold habe aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, sagte Sokalsky in einem Interview mit der Financial Times. Er wiederholte noch einmal, dass das Wachstum in den kommenden Quartalen vor allem von den Projekten in Nevada getragen werden soll. Auch ohne dass es zu einer Fusion mit Newmont kommt, möchte Barrick in Nevada mit Newmont kooperieren. Der Grund: Man will weiter Kosten einsparen.

Die Lehre aus Pascua-Lama
In Sachen Wachstum werde man in Zukunft vorsichtiger vorgehen, sagte der Konzernchef. Dies seien die Lehren, die man aus dem Pascua-Lama-Project im chilenisch-argentinischen Grenzgebiet gezogen hat. Letztlich hätten sich die Schwerpunkte der Minenunternehmen in den vergangenen Monaten deutlich verschoben – was vor allem auf den schwachen Goldpreis zurückzuführen ist.

Noch drängt sich ein Neueinstieg bei der Aktie des weltgrößten Goldproduzenten nicht auf. Der Abwärtsdruck scheint zwar etwas nachzulassen. Doch vieles deutet daraufhin, dass der Goldpreis die enorm wichtige Unterstützung bei 1.180 Dollar testen wird. Eine Rallye bei der Aktie von Barrick Gold ist damit kurzfristig kaum möglich. Dennoch: Die Zeichen für eine allmähliche Bodenbildung stehen gut. Das Papier bleibt auf der Watchlist.

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