02.12.2016 Fabian Strebin

Allianz kauft zu: Sonderdividende trotzdem möglich

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Allianz
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Die Allianz-Tochter Global Investors (GI) will die US-Investment-Firma Sound Harbor Partners übernehmen, wie die Börsen-Zeitung berichtet. Das Unternehmen ist im Bereich Privatfinanzierungen tätig und wird GI den Weg in den amerikanischen Markt ebnen. Spätestens im März 2017 soll die Integration abgeschlossen sein.

Mehr Licht als Schatten in den USA

Mit der jüngsten Übernahme stärkt die Allianz ihr Geschäft im Bereich Alternative Anlagen. Neben Immobilien und Erneuerbaren Energien gehören hierzu auch spezielle Formen der Kreditfinanzierung, wie sie Sound Harbor Partners anbietet. Seit 2014 ist GI in dem Segment aktiv und verantwortet hier mittlerweile ein Vermögen von 20 Milliarden Euro. Da Staatsanleihen in den letzten Jahren immer weniger Rendite abwarfen, sucht der Versicherer stabile Erträge in anderen Segmenten.

In Europa bleiben Alternative Anlagen wegen der niedrigen Zinsen ein wichtiger Baustein in der Strategie der Vermögensverwalter. Durch den künftigen Präsidenten Donald Trump hat sich in den USA das Blatt dagegen gewendet. Die Schwestergesellschaft Pimco dürfte hier von steigenden Zinsen profitieren, zuletzt konnte auch der mehrjährige Mittelabfluss umgekehrt werden.

Bestens positioniert

Die Allianz ist durch Ihre Töchter GI und Pimco bestens aufgestellt, um mit den zukünftigen Herausforderungen in der Branche klar zu kommen. Auch das Kerngeschäft des Versicherers ist profitabel und soll durch die Digitalisierung noch effizienter werden. Für dieses Jahr ist ein größerer Zukauf unwahrscheinlich, weshalb Anleger für 2017 von einem Aktienrückkaufprogramm ausgehen dürfen. Mit einem KGV von 10 und einer Dividendenrendite von fünf Prozent ist die Aktie noch immer ein Kauf. Wo Anleger 2017 außerdem satte Ausschüttungen bekommen, erfahren Sie im neuen Dividendenreport.