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02.05.2016 Michael Schröder

Infineon vor Zahlen: Das müssen Anleger jetzt wissen

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Infineon

Auch im abgelaufenen zweiten Geschäftsviertel von Januar bis März dürften bei Infineon die Geschäfte mit der Autoindustrie den entscheidenden Antrieb gegeben, so dass bei Umsatz und Ergebnis kaum Überraschungen drohen. Der weitere Ausblick könnte wegen des nun schwächeren US-Dollar und der Wachstumsflaute der Smartphonehersteller etwas trüber ausfallen, wenn der DAX-Konzern am morgigen Dienstag (3. Mai) die Zahlen vorlegt.

Analysten rechnen zum Vorquartal mit einem Umsatzplus von drei Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Das operative Segmentergebnis soll knapp 213 Millionen Euro erreichen. Die operative Marge würde damit bei knapp 13,3 Prozent liegen (Vorquartal: 14,1 Prozent). Mit beiden Werten hätte das Unternehmen die Prognose des Managements um Vorstandschef Reinhard Ploss gut getroffen. Das Nettoergebnis dürfte in etwa bei 125 Millionen Euro landen, rund 18 Prozent weniger als von Oktober bis Dezember.

In dem im März endenden Quartal erlebten die Margen vermutlich wegen der zu Beginn eines Kalenderjahres üblichen Preisrückgängen ihren Tiefpunkt, so Barclays-Analyst Andrew Gardiner. Schon im laufenden Quartal dürften sich die Aussichten bessern: Hier gehen die Experten von rund fünf Prozent Umsatzwachstum und einer Marge von 17 Prozent aus.

Treiber beim Umsatz war von Januar bis März vermutlich erneut das Geschäft mit den in Autos verbauten Chips. In China hätten Steuererleichterungen und Herstellerrabatte für gute Absatzzahlen auch der deutschen Autobauer gesorgt, schrieb JPMorgan-Experte Sandeep Deshpande. Infineon könne weiter auf die Autoindustrie zählen, darauf ließen die bereits vorgelegten Ergebnisse der Konkurrenz schließen, sagte Experte Günther Hollfelder von der Baader Bank. Die Rivalen NXP und STMicro hatten in den betreffenden Sparten gute Ergebnisse vorgelegt. Hollfelder verwies aber auch auf die gesunkenen iPhone-Verkäufe beim Elektronikkonzern Apple. Der Experte misst dem iPhone einen Umsatzanteil bei Infineon im mittleren einstelligen Prozentbereich bei. Auch insgesamt ist das Wachstum im Smartphone-Markt laut Marktforscher IDC zu Jahresbeginn abrupt zu einem Ende gekommen. 

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Zudem dürfte der DAX-Konzern einen frischen Ausblick auf das Gesamtjahr präsentieren. Für das laufende Geschäftsjahr plant der Konzern mit einem Umsatzplus von 13 Prozent auf rund 6,5 Milliarden Euro und mit einer Marge von 16 Prozent. Damit könnten unter dem Strich rund 0,65 Euro ja Aktie Gewinn stehen.

Werden die Jahresprognosen bestätigt, wäre der Weg nach oben aus charttechnischer Sicht geebnet. Auf dem Weg zum Jahreshoch im Bereich um 14,00 Euro wartet noch der letzte horizontale Widerstand bei 12,80 Euro. Ein enger Stopp bei 11,00 Euro sichert ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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