23.03.2020 Marion Schlegel

Roche: Hoffnung im Kampf gegen Corona – finale Phase startet jetzt!

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Roche

Die US-Gesundheitsbehörde FDA erlaubt dem schweizerischen Pharmakonzern Roche, seine Arznei Actemra an Coronavirus-Patienten mit einer schweren Lungenentzündung zu testen. Jetzt könne eine Phase-3-Studie zur Behandlung beginnen, teilte der Pharmakonzern am Montag in Basel mit. Das Mittel ist für andere Zwecke bereits zugelassen. Zudem will Roche den USA 10.000 Fläschchen Actemra zur künftigen Verwendung zur Verfügung stellen.

Gleichzeitig versicherte Roche, dass die derzeitige Versorgung der USA mit Actemra für bereits zugelassene Anwendungen nicht beeinträchtigt oder gefährdet sei.

Roche arbeitet mit Hochdruck an der Bekämpfung des Coronavirus. Erst vor Kurzem hat der Pharmakonzern die Notfall-Zulassung für seinen Corona-Test erhalten. Roche hatte als eine der ersten Firmen Mitte März eine US-Zulassung für einen hochautomatisierten Coronavirus-Test bekommen. Damit können innerhalb von 24 Stunden bis zu 4.000 Proben auf das Virus Sars-CoV-2 getestet werden. Die Kapazitäten würden stündlich hochgefahren, sagte Severin. Auf Monatsbasis stünden inzwischen Tests im zweistelligen Millionenbereich zur Verfügung.

Der Schweizer Pharmakonzern konnte am heutigen Montag aber noch weitere positive News liefern. Die Kombination des Roche-Mittels Venclexta mit Azacitidin zeige bei der Behandlung einer bestimmten Form von Blutkrebs bessere Ergebnisse als die Behandlung mit Azacitidin als alleinige Therapie, so der Konzern. Eine entsprechende Studie hat ihre beiden primären Endpunkte erreicht.

Wie Roche am Montag mitteilte, zeigte die Kombinationstherapie eine statistisch signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens bei Personen mit zuvor unbehandelter akuter myeloischer Leukämie (AML). Der andere Endpunkt war die kombinierte vollständige Remissionsrate.

Auch wenn die Aktie von Roche zum Wochenstart gut vier Prozent im Minus notiert, bleibt die Aktie einer der ganz großen Favoriten des AKTIONÄR im Pharmasektor. Sollte es noch einmal zu einem größeren Rücksetzer kommen, können noch nicht investierte Anleger zugreifen.

(Mit Material von dpa-AFX)