Mercedes-Benz: Auslieferungen brechen ein – BMW zieht davon

Mercedes-Benz: Auslieferungen brechen ein – BMW zieht davon
Foto: imageBROKER/Arnulf Hettrich/picture alliance/dpa
Mercedes-Benz Group AG -%
Julian Weber 13.01.2026, 10:05 Julian Weber

Mercedes-Benz hat 2025 deutlich weniger Fahrzeuge ausgeliefert als im Vorjahr. Belastungsfaktoren waren vor allem das weiterhin schwache China-Geschäft sowie enttäuschende Elektroverkäufe. Abgesehen von Europa entwickelten sich die wichtigsten Absatzmärkte allesamt rückläufig.

Mercedes-Benz hat im Jahr 2025 weltweit 1,8 Millionen Pkw ausgeliefert – neun Prozent weniger als im Vorjahr. Inklusive Vans kamen die Stuttgarter 2025 auf 2,16 Millionen Einheiten, was einem Rückgang von zehn Prozent entspricht. Besonders hart traf es den Autobauer einmal mehr im wichtigsten Absatzmarkt China. Dort sanken die Pkw-Auslieferungen um 19 Prozent auf 551.900 Einheiten. China blieb damit zwar der größte Einzelmarkt, belastete die Auslieferungen aber weiterhin.

Auch im Elektrogeschäft verlor Mercedes  an Boden. Der Absatz vollelektrischer Pkw ging um neun Prozent auf 168.800 Fahrzeuge zurück. Der Elektroanteil lag demnach bei knapp zehn Prozent der Pkw-Auslieferungen. Damit ergibt sich ein gänzlich anderes Bild als beim deutschen Premium-Rivalen BMW: Die Münchner setzten im gleichen Zeitraum 442.072 batterieelektrische Fahrzeuge ab, steigerten die Auslieferungen damit um 3,6 Prozent und kamen auf einen Elektro-Anteil von rund einem Viertel. In Europa erreichte Mercedes zwar einen Anteil elektrifizierter Fahrzeuge (E-Autos und Hybride) von 40 Prozent, global fällt der Wert jedoch merklich ab.

Mercedes AMG und G-Klasse als wichtige Stützen

Nach Segmenten verteilt entfielen 1.049.600 Fahrzeuge auf das Mittelklasse-Segment Core. Dazu zählen unter anderem die C- und E-Klasse. Das volumenstärkste Segment schrumpfte somit um rund zehn Prozent. Das Entry-Segment verlor ebenfalls zehn Prozent auf 483.300 Einheiten. Hier hatte Mercedes das Angebot im Zuge der Premium-Strategie unter Ola Källenius in den letzten Jahren deutlich zusammengestaucht. Zukünftig soll es aber wieder stärker bespielt werden. Etwas fester zeigte sich unterdessen das margenstarke Top-End. Mit 268.000 Auslieferungen sank der Absatz um fünf Prozent. Stützen waren unter anderem Mercedes AMG mit einem Wachstum von sieben Prozent auf 145.000 Fahrzeuge und die G-Klasse, die mit 49.700 Einheiten einen neuen Rekord markierte.

Kleine Lichtblicke

Am stärksten entwickelten sich die eher kleineren Märkte Südamerika (plus 54 Prozent) sowie die Golfstaaten (plus drei Prozent). In Deutschland blieb der Absatz mit 213.200 Fahrzeugen stabil. In den USA ließen die Importzölle und Bestandsmanagement den Absatz um zwölf Prozent, die Kundenauslieferungen stiegen aber um immerhin ein Prozent zulegten. Mercedes bezieht sich bei den US-Auslieferungen ausschließlich auf die an Händler verkauften Fahrzeuge.

Das Management gibt sich für 2026 und darüber hinaus optimistisch: CEO Källenius erklärte, 2025 habe den Start der größten Produkt- und Technologieoffensive markiert. Vertriebsvorstand Mathias Geisen verwies zudem auf die deutlich über den Erwartungen liegende Nachfrage nach dem neuen elektrischen CLA und dem kommenden GLC. Der Auftragsbestand reicht nach Unternehmensangaben bis in die zweite Hälfte 2026.

Mercedes-Benz (WKN: 710000)

2025 war ein schweres Jahr für Mercedes. Neben den Auslieferungen dürften auch die Gewinne deutlich zusammenschrumpfen. Aus Sicht des AKTIONÄR dürften beide Kennzahlen allerdings die Talsohle erreicht haben und 2026 wieder anziehen. Anleger setzen daher weiter auf ein Comeback der Aktie.

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