Enttäuschende Zahlen zum dritten Quartal: Der kriselnde Flugzeugbauer Boeing hat zwischen Juli und September erneut rote Zahlen ausgewiesen und ergebnisseitig die Erwartungen der Marktteilnehmer verfehlt. Anleger schicken die Aktie mit einem Minus von rund zehn Prozent klar ans Ende des US-Leitindex Dow Jones.
Boeing steigerte im Berichtszeitraum den Umsatz um vier Prozent auf 24,2 Milliarden Dollar. Das Absatzplus geht jedoch primär auf die Rüstungs- und Raumfahrtsparte zurück. Das Business mit Passagier- und Frachtjets stagnierte hingegen mit Auslieferungen von 161 Jets.
Unter dem Strich wies Boeing einen Fehlbetrag in Höhe von 116 Millionen Dollar im dritten Quartal aus. Das entspricht einem bereinigten Verlust je Aktie von 0,34 Dollar. Analysten rechneten hingegen nur mit einem Fehlbetrag von 0,21 Dollar pro Papier. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres summiert sich damit der Verlust auf 551 Millionen Dollar. Auch für das vierte Quartal erwarten die Analysten einen Verlust beim Flugzeugbauer.
Ein Lichtblick war im Q3-Report der Barmittelzufluss. Dieser übertraf mit 1,5 Milliarden Dollar die Markterwartungen und lag etwa ein Drittel über dem Vorjahresniveau. Laut Branchenexperte Ken Herbert von der kanadischen Bank RBC sei die Entwicklung der Barmittel "das Beste aus dem Quartalsbericht".
Durch den massiven Kursrutsch fällt die Boeing-Aktie auf ein frisches 52-Wochen-Tief. Aus charttechnischer Sicht generiert das Papier des Airbus-Rivalen ein klares Verkaufssignal.
Boeing kriselt weiter. Die Zahlen zum dritten Quartal haben erneut enttäuscht und in diesem Jahr können sich Anleger auf einen ordentlichen Verlust beim Flugzeugbauer einstellen. Sowohl operativ als auch charttechnisch fehlen derzeit klar die Kaufargumente. Anleger lassen vorerst die Finger vom Dow-Jones-Titel.
Heute, 16:53
Bei Google bevorzugen