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Wall‑Street‑Schluss: Teure Energie stoppt Tech‑Rally

Wall‑Street‑Schluss: Teure Energie stoppt Tech‑Rally
Foto: Shutterstock/ Songquan Deng
S&P 500 - %
Philipp Schleu Heute, 22:13 ‧ Philipp Schleu
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Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran belasten die Wall Street schwer. Die Sorge vor neuen Inflationsrisiken drückt die Aktienkurse und treibt die Anleiherenditen nach oben. Der S&P 500 verlor seine gesamten Monatsgewinne, während der technologielastige Nasdaq 100 um 1,1 Prozent nachgab.

Der Grund: Die Verhandlungen um die Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus treten auf der Stelle. Zwar stellte US-Präsident Donald Trump Lockerungen der Sanktionen für nukleare Fortschritte in Aussicht, Teheran beharrt jedoch auf seinen Positionen. Die erhoffte Entspannung bleibt aus.

In der Folge hält sich der Preis für die Rohölsorte Brent bei rund 105 Dollar. Entsprechend nervös reagieren die Finanzmärkte auf das Risiko dauerhafter Versorgungsengpässe. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen kletterte auf ein Mehrjahreshoch und erreichte den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten.

Öl Brent (ISIN: XC0009677409)

Gleichzeitig wächst die Furcht vor einer weiteren Zinsanhebung der Federal Reserve im Oktober. Robuste Wirtschaftsdaten stützen diese Erwartung. Experten rechnen für August mit dem stärksten Anstieg der inflationsbereinigten Konsumausgaben in diesem Jahr. Auch der US-Arbeitsmarkt präsentiert sich stabil: Für September wird ein Zuwachs von rund 90.000 Arbeitsplätzen bei einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent erwartet. Während der Dollar zulegte, gab der Goldpreis nach.

Nvidia trotzt dem Trend, Rückschlag für Boeing

Abseits der Zinsdebatte lieferten die Chefetagen der US-Konzerne reichlich Zündstoff. Angeführt wurde das Feld von Nvidia: Firmenchef Jensen Huang stockte das Aktienrückkaufprogramm um rekordverdächtige 150 Milliarden Dollar auf, um das Vertrauen in den KI-Boom zu unterstreichen. Die Anleger honorierten dies und ließen die Aktie um 1,7 Prozent steigen.

Nvidia (WKN: 918422)

Auch Meta setzt voll auf künstliche Intelligenz. Konzernchef Mark Zuckerberg warb den Chef des Software-Spezialisten MongoDB ab. Er soll eine neue KI-Plattform für Firmenkunden aufbauen, die künftig als zentrale Säule des Geschäfts dienen soll. Während die MongoDB-Aktie um rund 18 Prozent fiel, konnte sich die Meta-Aktie mit einem Minus von rund fünf Prozent noch vergleichsweise gut halten.

Meta (WKN: A1JWVX)

Dagegen trifft den Flugzeugbauer Boeing der nächste Dämpfer: Die US-Luftfahrtbehörde FAA verzögert die finale Zulassung des Modells 737 Max 10 wegen neuer Softwareprobleme. Die Aktie verlor rund sieben Prozent.

Boeing (WKN: 850471)

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.

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