Die US-Börsen steuern am Mittwoch auf einen freundlichen Handelsstart zu. Der Leitindex Dow Jones Industrial legt vorbörslich um 0,3 Prozent auf 51.486 Punkte zu. Für den technologielastigen Nasdaq 100 zeichnet sich ebenfalls ein Plus von 0,3 Prozent auf 30.425 Zähler ab.
Die Anleger schöpfen bei den Zinsen wieder etwas mehr Hoffnung. Der Grund: Der PCE-Deflator für den Monat August legte im Jahresvergleich weniger stark zu als von Experten prognostiziert. Da dieser Preisindex als bevorzugtes Inflationsmaß der US-Notenbank Fed gilt, schwindet der Druck für weitere Leitzinserhöhungen spürbar.
Während die Teuerung abkühlt, zeigte sich der US-Arbeitsmarkt zuletzt noch robust. Nach Daten des Dienstleisters ADP stieg die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft im September stärker als erwartet. Marktteilnehmer blicken nun mit Spannung auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag.
HP Enterprise und Boeing feiern Auftragserfolge
Bei den Einzelwerten sorgen Großaufträge für Bewegung. Die Aktien von HP Enterprise kletterten im vorbörslichen Handel um 6,9 Prozent nach oben. Der IT-Konzern sicherte sich einen Großauftrag über 1,2 Milliarden Dollar vom Halbleiterkonzern AMD. Im Tagesverlauf richtet das Management zudem eine Investorenkonferenz aus.
Auch bei Boeing überwiegt die Erleichterung. Der kriselnde Flugzeugbauer gewann ein milliardenschweres Prestigeduell und baut das nächste Kampfjet-Modell für die US-Marine. Die Aktie steigt um 2,5 Prozent. Entsprechend enttäuscht reagieren die Aktionäre des Konkurrenten Northrop Grumman: Die Papiere sacken um vier Prozent ab.
Vor den Quartalszahlen nach Handelsschluss ziehen die Anteile des Speicherchip-Spezialisten Micron um 1,4 Prozent an. Für Ernüchterung sorgt dagegen Moderna. Die Papiere des Biotech-Unternehmens brechen um acht Prozent ein. Die US-Bank Citigroup strich ihre Kaufempfehlung und stufte die Aktie auf „Verkaufen“ ab. Die Fantasie rund um Erfolge in der Krebstherapie sei vorerst komplett eingepreist.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Moderna.
Heute, 15:04
Bei Google bevorzugen