Die Deutsche Bank Research hält an ihrer Kaufempfehlung für die Anteilscheine von Rheinmetall fest. Das Kursziel wurde zwar im Rahmen der jüngsten Studie von 1.800 auf 1.650 Euro verringert, doch daraus errechnet sich für die DAX-Titel ausgehend vom aktuellen Kursniveau stattliches Aufwärtspotenzial von 60 Prozent.
Vor dem anstehenden Kapitalmarkttag stehe der Rüstungskonzern und Autozulieferer vor einer schwierigen Balance, so Analyst Christoph Laskawi in seiner jüngsten Einschätzung.
Am Markt werde bereits damit gerechnet, dass Rheinmetall seine Ziele für 2030 zurücknimmt. Hält das Unternehmen dagegen an einem besonders ambitionierten Wachstumskurs fest, ohne ihn überzeugend zu belegen, könnte das die Glaubwürdigkeit der Strategie belasten und Anleger enttäuschen. Eine deutliche Korrektur der Ziele birgt jedoch ein anderes Risiko: Sie könnte die Erwartungen an das künftige Wachstum und damit auch die Gewinnschätzungen nach unten ziehen.
Bislang werden die Prognosen durch einen guten Auftragseingang auf kurze und mittlere Sicht gestützt. Wie verlässlich dieser Rückenwind ist, lasse sich laut Laskawi allerdings nur schwer einschätzen. Rheinmetall müsse deshalb nachvollziehbar darlegen, auf welchen konkreten Voraussetzungen die Ziele für 2030 beruhen. Zugleich sollte das Unternehmen vermeiden, einzelne Aufträge oder Geschäftschancen zu optimistisch darzustellen. Gefragt sei außerdem ein klarer und glaubwürdiger Plan, wie der geplante Produktions- und Geschäftsausbau umgesetzt werden soll.
Laskawi hat seine eigenen Schätzungen für Rheinmetall reduziert. An seiner positiven Einschätzung hält er dennoch fest: Die langfristigen Wachstumsaussichten seien attraktiv, und die Aktie werde mit einem Abschlag gegenüber anderen Unternehmen der Branche gehandelt.
Auch DER AKTIONÄR belässt die Aktie von Rheinmetall auf seiner Empfehlungsliste (Stopp: 750,00 Euro). Eine ausführliche Analyse zum DAX-Titel finden Sie hier.
Heute, 10:01
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