Rheinmetall und die Schweizer Reederei MSC haben bei einer Auktion den Zuschlag für die Mangalia-Werft in Rumänien erhalten. Für den südlich von Constanța gelegenen Standort zahlen die Partner zusammen 138 Millionen Euro. Der Abschluss der Transaktion wird nach Unternehmensangaben in den kommenden Wochen erwartet.
Die Werft soll künftig zivile und militärische Schiffe bauen. Vorgesehen ist ein sogenannter Dual-Use-Standort, der Aufträge aus beiden Bereichen parallel bearbeiten kann. Dafür soll das Gelände in unterschiedliche Produktions- und Sicherheitszonen aufgeteilt werden.
Für Rheinmetall ist Mangalia besonders im Marineschiffbau relevant. Die Werft soll beim Bau von vier Schiffen für die rumänische Regierung mitwirken: zwei Hochsee-Patrouillenschiffen mit einer Länge von jeweils 96 Metern sowie zwei 43 Meter langen Taucherunterstützungsschiffen. Darüber hinaus will der Konzern den Standort als Basis für weitere militärische Marineprojekte nutzen. Die Übernahme soll Rheinmetall damit auch den Zugang zu zusätzlichen Vorhaben in Südosteuropa erleichtern.
„Mit der Übernahme planen wir einen umfassenden Ausbau und eine Modernisierung der Werft“, sagte Tim Wagner, CEO der Division Naval Systems. Die bestehende Infrastruktur solle weiterentwickelt, die Fertigungsbedingungen verbessert und die Kapazitäten an den künftigen Bedarf angepasst werden. Langfristig soll Mangalia laut Wagner zu einem wichtigen Baustein der Aktivitäten von Rheinmetall in Südosteuropa werden.
Bernstein rät zum Kauf
Indes gab es heute einen freundlichen Kommentar vom US-Analysehaus Bernstein Research. Dessen Analyst Douglas Harned empfiehlt die Rheinmetall-Aktie nach dem "Association of the US Army"-Treffen in der vergangenen Woche weiterhin zum Kauf. Den fairen Wert beziffert er auf 1.200 Euro.
Heute, 10:20
Bei Google bevorzugen