Die Aktie des Rüstungskonzerns Rheinmetall hat in der laufenden Handelswoche wieder einmal nachgegeben. Damit ist die Erholung der vorangegangenen zwei Wochen wieder etwas ins Stocken geraten. Auch die Experten der Großbank UBS sind für die Anteilscheine von Rheinmetall nun zurückhaltender gestimmt und haben das Kursziel gesenkt.
Demnach hält Analyst Sven Weier die DAX-Titel bereits bei einem Kurs von 1.360 Euro für fair bewertet. Ausgehend vom gestrigen Schlusskurs bei 1.020 Euro errechnet sich daraus immer noch stattliches Aufwärtspotenzial von mehr als 30 Prozent. Zuvor lag sein Ziel allerdings noch mit 1.600 Euro deutlich höher.
Sein Anlagevotum lautet indes nach wie vor "Buy". Er geht davon aus, dass sich das Unternehmen auf dem diesjährigen Kapitalmarkttag am 26. und 27. November anders äußern dürfte als in den Vorjahren. So rechnet Weier diesmal nicht mehr mit immer höheren Zielen. Stattdessen dürfte sich der Rüstungskonzern und Autozulieferer etwas konservativere Ziele setzen. Dadurch könne man Enttäuschungen vermeiden. Er hält es allerdings auch für möglich, dass der Rheinmetall-Vorstand beim Rüstungsgeschäft wieder stärker in die Offensive geht.
So haben Rheinmetall und die Schweizer Reederei MSC in dieser Woche bereits den Zuschlag für die Mangalia-Werft in Rumänien erhalten. Für den südlich von Constanța gelegenen Standort zahlen die Partner zusammen 138 Millionen Euro. Der Abschluss der Transaktion wird nach Unternehmensangaben in den kommenden Wochen erwartet.
Die Werft soll künftig zivile und militärische Schiffe bauen. Vorgesehen ist ein sogenannter Dual-Use-Standort, der Aufträge aus beiden Bereichen parallel bearbeiten kann. Dafür soll das Gelände in unterschiedliche Produktions- und Sicherheitszonen aufgeteilt werden.
Heute, 07:32
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