IBM hat im Q3 die Erwartungen übertroffen und das Ziel für den Free Cash Flow angehoben: Er soll 2026 um mehr als eine Milliarde Dollar steigen, bisher hieß es rund eine Milliarde. Der Nettogewinn springt um 26 Prozent – den Vorsprung vor der Prognose liefert aber die Steuerquote.
IBM-Zahlen: Wie gut war das Q3 wirklich?
Der Umsatz stieg um 4,73 Prozent auf 17,1 Milliarden Dollar, 260 Millionen mehr als Analysten erwartet hatten. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 2,95 Dollar acht Cent über der Prognose. Treiber war die Software mit einem Plus von 8,25 Prozent. Ihre Marge kletterte von 32,9 auf 35,0 Prozent, obwohl der Konzern 14,2 Prozent mehr für Forschung ausgab. Rund zwei Drittel der Großaufträge, die sich im Q2 verschoben hatten, sind laut Finanzchef James Kavanaugh inzwischen unterschrieben. Der Free Cash Flow stieg um 27,6 Prozent auf 3,03 Milliarden Dollar.
Ganz sauber ist das Bild nicht. Die Steuerquote fiel von 28,2 auf 11,9 Prozent und schob den Gewinn kräftig an. Rechnet man den Zukauf Confluent heraus, dessen Beitrag Bank of America auf rund 350 Millionen Dollar schätzt, bleiben bei der Software aus eigener Kraft gut drei Prozent Wachstum. Für das Gesamtjahr peilt IBM dort nur noch etwa sieben Prozent an. Der Großrechner IBM Z verlor 20 Prozent Umsatz. Das liegt vor allem am Vergleich: Im Vorjahresquartal war der Umsatz nach dem Start der neuen Generation z17 um 61 Prozent gesprungen, und Großrechner kaufen Kunden nur alle paar Jahre in Wellen. Zudem steckten viele Kunden ihr Budget zuletzt lieber in Server und Speicher, die sich wegen knapper Chips verteuern.
Die Aktie schloss am Mittwoch bei 251,46 Dollar, 3,94 Prozent im Plus, und damit erstmals seit dem Absturz im Juli über der 200-Tage-Linie bei 250,97 Dollar. Nachbörslich rutschte sie jedoch wieder darunter. Nächste Unterstützung ist die 50-Tage-Linie bei 232,39 Dollar, dahinter das Oktobertief bei rund 218 Dollar. Als Widerstand bleibt das 52-Wochen-Hoch bei 332,46 Dollar. Fällt die Aktie unter die 50-Tage-Linie, wäre die Erholung seit Oktober gebrochen.
IBM ist keine laufende Empfehlung des AKTIONÄRS.
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