Die Aktien des Pharma- und Agrarchemiekonzerns Bayer haben sich am Montag enorm stark präsentiert. Das Papier gehörte zu den stärksten Werten des Tages im deutschen Leitindex DAX. Auch am heutigen Dienstag kann sich Bayer auf dem höheren Niveau behaupten, auch wenn es nach dem starken Anstieg am Montag zu leichten Abschlägen kommt. Unterstützung erhält die Aktie von guten Daten sowie positiven Analystenstimmen.
Zunächst teilte Bayer mit, dass China den Blutgerinnungshemmer Asundexian mit dem Markennamen Sunharbo zur Schlaganfallprävention bei Patienten zugelassen habe. Zudem hat Bayer Zwischenergebnisse der Phase-3-Studie DASL-HiCaP zum Prostatakrebs-Medikament Nubeqa mit dem Wirkstoff Darolutamid vorgelegt. Bei Hochrisiko-Patienten senkt Darolutamid die Gefahr von Metastasen oder Tod um 58 Prozent gegenüber Placebo. Basis: 3,8 Jahre Nachbeobachtung, beide Gruppen erhielten zusätzlich Hormonentzug und Bestrahlung.
JPMorgan bleibt zuversichtlich für Bayer und bestätigt das Rating „Overweight“ mit Kursziel 61 Euro. Analyst Richard Vosser wertet die Zwischenergebnisse der DASL-HiCaP-Studie zu Nubeqa bei Prostatakrebs als klar positiv. Sein Fazit: Die Erwartungen des Marktes sind zu niedrig veranschlagt. Besonders die Ergänzung der Strahlentherapie bei Patienten mit sehr hohem Rückfallrisiko dürfte dem Präparat einen zusätzlichen Schub verleihen. Goldman-Analyst James Quigley traut Nubeqa nun mehr Umsatz zu als bisher. Sowohl Quigley als auch Vosser halten im Optimistenfall Zusatzerlöse von einer Milliarde Euro für möglich. Vosser kalkuliert für 2030 bereits jetzt mit gut sechs Milliarden Euro Nubeqa-Umsatz, deutlich mehr als der Marktdurchschnitt erwartet.
Die Aktie von Bayer hat zuletzt deutlich zulegen können. Charttechnisch wäre nun wichtig, dass das Papier das Zwischenhoch von Mitte Oktober knacken kann. Anleger warten klare Signale ab und bleiben an der Seitenlinie. Derweil steht bei Bayer der nächste wichtige Termin direkt vor der Haustür. Am Dienstag, 3. November, wird das Unternehmen die Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal vorlegen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
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