BMW hat im ersten Quartal auf dem wichtigen US-Markt einen Rückgang bei den Verkaufszahlen verzeichnet. Die Kernmarke BMW setzte mit 84.231 Fahrzeugen rund 3,9 Prozent weniger Autos ab als im Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilte. Auch die Tochtermarke Mini musste Einbußen hinnehmen: Hier gingen die Verkäufe um 10,2 Prozent auf 6.261 Fahrzeuge zurück.
Besonders deutlich zeigte sich die Schwäche bei elektrifizierten Modellen. Die Verkäufe von Elektroautos und Plug-in-Hybriden brachen um etwa 50 Prozent ein und lagen bei unter 10.000 Einheiten. Hintergrund ist die aktuell schwierige Lage für E-Autos in den USA: Nach dem Wegfall staatlicher Förderungen und gelockerten Emissionsvorgaben unter Präsident Donald Trump ist die Nachfrage spürbar zurückgegangen.
Laut US-Chef Sebastian Mackensen spiegeln die Zahlen die aktuelle Marktentwicklung wider – im Branchenvergleich habe sich BMW jedoch solide behauptet. Auch große US-Autokonzerne wie Stellantis, Ford und General Motors haben ihre Elektrostrategien daraufhin angepasst und mussten dabei hohe Abschreibungen in Milliardenhöhe verkraften.
Auch in China hat BMW zu kämpfen. Dort gingen die Verkäufe von BMW-Mini-Rolls Royce im vergangenen Jahr um 24 Prozent zurück auf 625.527 Neuwagen, während der Automarkt dort allerdings um zehn Prozent zulegte. Hier hofft man mit dem neuen iX3 auf einen Gamechanger. Die Technik des iX3 ist überzeugend, der Erfolg hängt jedoch in erster Linie von der Preisgestaltung ab. (DER AKTIONÄR berichtete: „BMW: Gamechanger für China“).
Die Aktie von BMW hat im laufenden Jahr klar Federn lassen müssen. Zuletzt hat sich das Papier aber stabilisieren können. Neue Modelle könnten aber die Trendwende für den Konzern bedeuten. Zumindest ernteten diese zuletzt klare Lob. Charttechnisch wäre der die Rückeroberung der 200-Tage-Linie bei gut 85 Euro ein wichtiges positives Signal. Investierte Anleger bleiben dabei.
Heute, 09:12