21.08.2019 Marion Schlegel

Wirecard-Aktie: 68 Prozent Kurs-Chance?

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Die Aktie von Wirecard hat in den vergangenen Tagen wieder Boden gut machen können. Dabei wurde auch die wichtige Hürde in Form der 200-Tage-Linie zurückerobert. Doch einige Analysten erwarten noch deutlich mehr. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser beispielsweise sieht das Kursziel bei 240 Euro – das entspricht einem Aufschlag von 68 Prozent auf den aktuellen Kurs.

Wirecard (WKN: 747206)

Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Wirecard auf "Buy" mit einem Kursziel von 240 Euro belassen. Der Zahlungsabwickler habe einen Lauf, schrieb Analyst Robin Brass in einer kürzlich veröffentlichten Studie. Die starken Zahlen zum zweiten Quartal untermauerten das. Dank Neukunden und dem Wachstum auch bei Bestandkunden sei eine Wachstumsrate von rund 30 Prozent in greifbarer Nähe.

Ähnlich optimistisch präsentiert sich die Baader Bank, die die Einstufung für Wirecard nach den Zahlen für das zweite Quartal auf „Buy“ mit einem Kursziel von 230 Euro belassen hat. Die Dynamik der Margenentwicklung sei auf bereinigter Basis wesentlich besser gewesen, als es die berichteten Zahlen für das zweite Quartal andeuteten, so Analyst Knut Woller. Auch das organische Wachstum verlaufe schwunghaft.

Und auch das Düsseldorfer Bankhaus Lampe erhofft sich einiges bei der Wirecard-Aktie. Analyst Wolfgang Specht hat das Kursziel für Wirecard von 210 auf 220 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der anhaltend starke Auftragseingang dürfte es dem Zahlungsabwickler erlauben, im weiteren Jahresverlauf ein Gewinnwachstum (Ebitda) von mehr als 40 Prozent hinzulegen, erläutert Specht in einer am heutigen Mittwoch veröffentlichten Studie. Damit sei auch die Basis für weiteres Wachstum gelegt. Der Experte erhöhte seine Umsatz- und Ebitda-Prognosen für die Jahre 2019 und 2020.

DER AKTIONÄR bleibt ebenfalls bei seiner positiven Einschätzung zur Wirecard-Aktie. Der Wert befindet sich auch im Aktien-Musterdepot des AKTIONÄR. Seit der Aufnahme im April dieses Jahres liegt das Papier mittlerweile 32,9 Prozent in Front.

(Mit Material von dpa-AFX)